Auf der Compilation Verve Today 2011 werden wie in jedem Jahr aktuelle Künstler und Veröffentlichungen des gleichnamigen Jazzlabels vorstellt. 2011 widmet sich die musikalische Zusammenstellung vor allem den Wunderkindern im Hause Verve. Mit von der Partie sind unter anderem die Nachwuchstalente Tigran Hamasyan und Nikki Yanofsky.
Jedes Jahr im Sommer bietet die Compilation Verve Today die Möglichkeit in den Neuveröffentlichungen der Labels Verve, Jazzland und Emarcy zu stöbern. Verve Today 2011, erschienen am 24.06., stellt Wunderkinder wie den armenischen Pianisten Tigran Hamasyan und die kanadische Jazzsängerin Nikki Yanofsky vor, räumt aber auch weniger Frühreifen wie Nailah Porter, John Scofield oder Lizz Wright Platz zur Vorstellung ihrer neuesten kreativen Ergüsse ein.
Lyambiko – deutsche Sängerin mit afrikanischen Wurzeln – wurde am vergangenen Freitag offiziell mit dem Echo Jazz als beste Sängerin national ausgezeichnet. Wir stellen die Preisträgerin im Portrait vor.
Sandy Müller, alias Lyambiko, hat die Musik nahezu in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Vater, dessen Nachnamen sie zu ihrem Künstlernamen machte, stammt aus Tansania und war selbst in Chören und Jazzcombos als Sänger tätig. Auch ihr Großvater lebte den Traum von der großen Musikkarriere schon in den Dreißigerjahren, nun führt seine Enkelin ihn fort.
Der Hard Bop entwickelte sich Mitte der 50er Jahre als Gegenstück zum eher introvertierten Cool Jazz aus dem Bebop. Härter, temperamentvoller, aber zugleich ein wenig reduzierter als sein Vorgänger zeigte er sich hörbar von Blues- und Soulelementen beeinflusst.
Während sich der Cool Jazz Ende der 1940er Jahre als eher avantgardistische Variante des Bebop entwickelte, entstand ein wenig später (Mitte der 50er) der Hard Bop vornehmlich unter der Federführung afroamerikanischer Musiker. Elemente aus Soul und Blues hauchten dem Bebop neues Leben ein und verursachten den (wortwörtlich) härteren Klang des Hard Bop. Als Gegenstück zur introvertierten Spielart des Cool Jazz wirkte der Hard Bop deutlich animalischer, gleichsam unterhaltsamer und attraktiver für zahlendes Publikum. Was nicht heißen soll, dass Hard Bop als „leichte Kost“ zu gelten hat.
Schon zum 13. Mal beschert uns das Enjoy Jazz 2011 in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen einen musikalischen Herbst. Das von der EU geförderte Internationale Festival für Jazz und Anderes wartet von Anfang Oktober bis Mitte November mit Topacts wie Sonny Rollins und dem Pat Metheny Trio auf.
Das seit 1999 jährlich stattfindende Enjoy Jazz Festival, das ursprünglich einer bloßen Reihe locker aneinander gefügter Konzerte entsprang, kann auch in diesem Jahr wieder mit Stars der nationalen und internationalen Jazzwelt brillieren. Neben einem der wohl begabtesten deutschen Jazzpianisten Edgar Knecht werden unter anderem auch alte Hasen des Jazzbusiness wie der über 80-jährige Tenor-Saxophonist Sonny Rollins auf der Bühne stehen. Als Headliner wird der alte Haudegen dem Festival am 18. November einen garantiert krönenden Abschluss bescheren.
Scat-Gesang ist eine Art rudimentärer Gesang, der aus Wortfragmenten, Vokalisen und Silben besteht. Der Scat gibt Sängern die Möglichkeit der Nachahmung, Unterstützung oder gar des Ersatzes instrumentaler Partien durch die menschliche Stimme und dient somit der vokalen Improvisation.
„Ski-bi-di-bi-di-yum-da-dob-do“ – So oder so ähnlich schallte es aus vielen Radioempfängern im Jahr 1995, denn Scatman John hatte sich mit seinem Gesangskauderwelsch ganz nach oben in die internationalen Charts katapultiert. „Ski-Ba-Bop-Ba-Dop-Bop“ oder schlicht und einfach „Scatman“ hieß der Song, der dem mittlerweile verstorbenen Musiker zu weltweitem Ruhm verhalf. Mit seinem Euro-Dance-Pop scattete er sich in die Herzen seiner Zuhörer und brachte eine Gesangstechnik in die moderne Popkultur, die eigentlich schon lange Zeit vorher im Jazz praktiziert worden war.