Archiv für Juli 2011

Free Jazz: Feel free, play Jazz!

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Free Jazz ist Ausdruck grenzenloser Freiheit. Und trotzdem ist Free Jazz nicht frei von Regeln. Scheint eine Improvisation auch noch so frei erdacht, liegen ihr doch bestimmte Muster, Werte und Formvorgaben zu Grunde.

“Let’s play the music and not the background”, sagte einst Saxophonist Ornette Coleman und prägte damit den Leitspruch einer ganz neuen Ära der Jazzmusikgeschichte. Das was bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in der klassischen E-Musik passierte, sollte in den 60er Jahren auch im Jazz Niederschlag finden. Musiker wie Ornette Coleman, John Coltrane und Cecil Taylor loteten nicht nur die Grenzen der Tonalität aus, sondern sprengten auch sämtliche Genre- und Formvorstellungen. Das führte gar soweit, dass man ein gesamtes Konzert als eine Art Jam-Session organisierte, in der keinerlei Noten oder sogenannte Leadsheets verwendet worden sind.

   


Geschrieben am 27.07.2011 weiterlesen »

Django Reinhardt: The King of Gypsy

Kategorie: Berühmte Musiker // Geschrieben von Christin

Django Reinhardt gilt als einer der Wegbereiter des europäischen Jazz und als Hauptvertreter des Gypsy.  Von anderen Musikern seiner Zeit hob er sich vor allem durch sein einzigartiges Gitarrenspiel ab, das ursprünglich zur Kompensation eines Handicaps diente.

Aus der Not eine Tugend machen – das konnte Django Reinhardt wie kaum ein anderer Jazzmusiker. Als er 1928 in Folge schwerer Verbrennungen seine linke Hand nur noch eingeschränkt bewegen konnte, entwickelte er eine neue Grifftechnik, die es ihm ermöglichte nur mit Zeige- und Mittelfinger zu spielen.

Das Greifen kompletter Akkorde oder gar die Verwendung von Barré-Griffen war Reinhardt mit nur 2 funktionstüchtigen Fingern kaum möglich. Zur Improvisation nutzte er vor allem die Single-Note-Technik, die ihn befähigte ganze Melodielinien mit aufeinanderfolgenden Einzelnoten zu spielen.

   


Geschrieben am 20.07.2011 weiterlesen »

Ein alter Hase und ein fideler Jungspund sind Ende Juli im Rahmen des Verve Club in the Garden live zu erleben: Sérgio Mendes und Trombone Shorty. Der Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie bietet das wohl stilvollste Ambiente der Open Air Saison.

Seit 2005 finden im Rahmen des Verve Club einzigartige Konzerte mit hochkarätigen Künstlern wie Lizz Wright, Elvis Costello oder Curtis Stigers statt. Nun sollen die Veranstaltungen des gleichnamigen Labels, das bereits Legenden wie Ella Fitzgerald, Sarah Vaughan und Oscar Peterson zu internationalem Erfolg verhalf, auch auf Open Air Bühnen ausgeweitet werden. Am 25. und 26. Juli werden Altmeister Sérgio Mendes und Newcomer Trombone Shorty im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie erwartet.

   


Geschrieben am 13.07.2011 weiterlesen »

Eine kreischende Trompete, ein säuselndes Saxophon, ein brummender Bass, ein brillantes Klavier… – Die Lebensgeister des Jazz erwachen vor allem dann, wenn sie live in Erscheinung treten. Wo man den Jazz in seiner ganzen Vielfalt erleben kann, erfahren Sie hier. Wir haben die besten Jazz-Clubs Deutschlands für Sie zusammengetragen.


Zugegeben: Berlin, Hamburg oder Köln sind nicht New York, Chicago oder New Orleans, trotzdem hat Deutschland eine ganze Menge toller Locations zu bieten, in denen Jazz live zur Aufführung kommt. Bei einem Martini, Wein oder Whiskey kann man dort in toller Atmosphäre in Melodien schwelgen, zu exotischen Rhythmen tanzen oder einfach nur einen entspannten Abend verbringen. Wir haben eine Liste der besten Jazz-Clubs Deutschlands für Sie zusammengestellt. Also nix wie hin und rein da!

   


Geschrieben am 6.07.2011 weiterlesen »

Nachdem er im vergangenen Jahr seinen Liederzyklus “All Days Are Nights – Songs for Lulu” veröffentlichte, folgt 2011 nun ein Best-Of-Rufus-Wainwright bestehend aus insgesamt 13 CDs und 6 DVDs. Das limitierte Box-Set „House of Rufus“ erscheint am 15.07. via Universal.

Mit seinen 37 Jahren hat Rufus Wainwright bereits alle Facetten des Musikbusiness kennenlernen dürfen. Als Sohn eines Folkmusikers lernte er im zarten Alter von 6 Jahren das Spiel auf dem Klavier. Bereits als 13-Jähriger ging er mit Mutter, Tante und Schwester Martha auf Tournee, studierte Rock-Piano und beschäftigte sich mit Opern und internationalem Liedgut à la Judy Garland und Edith Piaf.

Im Jahr 1998 erschien sein erstes Album, seitdem hat er insgesamt 6 Studioalben produziert und zahlreiche Konzerte überall auf der Welt gegeben. Da wird es doch tatsächlich einmal Zeit für ein Best-Of. Dabei ist „House of Rufus“ doch so viel mehr als das, denn es ist eben gerade nicht nur eine Auswahl der besten Stücke aus 37 Jahren Rufus Wainwright, sondern seine gesamte Diskographie vereint in einem Box-Set.

   


Geschrieben am 1.07.2011 weiterlesen »