Anoushka Shankar entführt das Publikum in Berlin in eine andere Welt

Kategorie: Events // Geschrieben von Christin

Am vergangenen Dienstagabend füllte Anoushka Shankar den Konzertsaal des Hauses der Kulturen der Welt mit warmen, orientalischen Klängen und entführte die Zuschauer in ihre exotische Welt.

Während draußen die kalten Winde bliesen und der ein oder andere Regentropfen den Asphalt befeuchtete, schien im Haus der Kulturen der Welt am vergangen Dienstag die Sonne. Anoushka Shankar schuf mit ihrer Mischung aus klassischer indischer Musik und spanischem Flamenco eine Stimmung, die das nasskalte Wetter vergessen machte und ein jedes Herz erwärmte.

Anoushka Shankar im Berliner Haus der Kulturen der Welt

Eine Anoushkar Shankar muss sich weder hinter ihrer berühmten Schwester Norah Jones noch hinter ihrem Vater Ravi Shankar verstecken, denn sie macht ihrem bekannten Namen alle Ehre. Mit ausgesprochen musikalischem Talent, ihrer modernen Spielweise der Sitar, ihrem exotischen Erscheinungsbild und einer natürlich frischen Art verzauberte sie das Publikum beim Konzert im Berliner Haus der Kulturen der Welt und bewies, dass indische Musik auch in Europa durchaus salonfähig ist.

Die heute 30-jährige Anoushka Shankar lernte von ihrem Vater Ravi schon im zarten Alter von 9 Jahren das Spiel auf dem riesigen, sperrigen Saiteninstrument, der Sitar. Heute wandern ihre Finger wie selbstverständlich, flink und präzise über Griffbrett und Saiten als hätte sie ihr ganzes Leben lang nichts anderes getan als dies. Im Schneidersitz auf einem mit seidenem Teppich bestückten Podest sitzend, leitet sie ein Ensemble aus Musikern an, das ebenso leidenschaftlich wie sie an den Instrumenten agiert und scheut es nicht das Zepter ab und zu an einen von ihnen abzugeben, um ihnen den nötigen Raum und die Anerkennung zu schenken, die sie verdienen.

Anoushka Shankar vereint auf „Traveller“ indische Musik und Flamenco

Die bescheidene, zierliche Künstlerin präsentierte an diesem Abend im Haus der Kulturen der Welt vor allem Stücke von ihrem neuen Album „Traveller“, das in diesem Jahr via Deutsche Grammophon erschienen ist. Mal mehr der klassischen indischen Musik, mal eher dem Flamenco zugeneigt, mal mit vokaler Unterstützung durch Sängerin Sandra Carrasco, mal rein instrumental präsentierte Anoushka Shankar ein breites Spektrum musikalischer Ausdrucksmöglichkeiten und überzeugte durch ihr virtuoses Spiel der Sitar. Eine wirklich außergewöhnliche Künstlerin, die wir hoffentlich bald wieder in unseren Landen begrüßen dürfen.

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