Atemlos im Postbahnhof – Trombone Shorty in Berlin

Kategorie: Events // Geschrieben von Christin

Trombone Shorty nahm seinen Fans im gut gefüllten Postbahnhof am vergangenen Donnerstagabend nahezu den Atem, während er selbst an Trompete und Posaune durch schier unerschöpfliche Energie und ausgefeilte Technik brillierte.

Der in New Orleans geborene Troy Andrews alias Trombone Shorty ist auf dem besten Wege, in die Fußstapfen des wohl berühmtesten Sprosses seiner Geburtsstadt zu treten. Genau dort wo Louis Armstrong seine Karriere als Jazztrompeter begann, erblickte auch Trombone Shorty das Licht der Welt und verbrachte schon im Alter von 5 Jahren einen Großteil seiner Zeit mit blechernen Instrumenten wie Posaune und Trompete. Am vergangenen Donnerstag legte er ein beeindruckendes Zeugnis seiner Lehrjahre im Postbahnhof in Berlin ab.

Trombone Shorty – New Orleans Jazz in seiner modernsten Form

Der New Orleans Jazz lebt! Dies bewies der 25-jährige Trombone Shorty am Donnerstagabend im Postbahnhof zusammen mit seinem Ensemble Orleans Avenue. Mit einer Menge Funk, Soul und Rock gespickt sorgt die moderne Ausprägung des New Orleans Jazz auch heute noch für Begeisterungsstürme. Das Publikum in Berlin jedenfalls konnte während des Konzertes kaum still halten, hüpfte, klatschte, tanzte, sang und pfiff so ausgelassen, dass der Saal bebte.

Trombone Shorty präsentiert sein Album „For True“ live in Berlin

Im September veröffentlichte Troy Andrews, der die Posaune schon früh zu seinem persönlichen Sprachrohr erklärte und sich seine englische Entsprechung („Trombone“) in Form seines Künstlernamens auf den Leib schrieb, nach „Backatown“ (2010) sein zweites Album via Verve: „For True“. Dieses sollte auch beim Konzert in Berlin ausführlich zu Gehör gebracht werden. Neben dem funky Hit „Do To Me“, der auf eben dieser Platte erschienen ist, waren aber auch ältere Songs wie das soullastige „Something Beautiful“ vom 2010er Album zu hören.

In Berlin überzeugte Trombone Shorty nicht nur durch sein souveränes und ausdauerndes Spiel der Posaune, sondern begeisterte das Publikum auch an Trompete und Schlagzeug. Zudem glänzte er mit seiner wandlungsfähigen Stimme, die selbst zur Imitation des guten alten „Satchmo“ taugt. Gekonnt bezog er seine Fans in das Geschehen ein und animierte sie – vor Energie sprühend – zum Mittanzen und –singen.

Alles in allem: Ein atemberaubendes Konzert eines einzigartigen Künstlers, das definitiv zu DEN Top-Live-Erlebnissen des ausklingenden Jahres 2011 gehört.

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