Bebop – Jazz mit Anspruch

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Bebop ist eine in den 1940er Jahren entstandene Stilrichtung des Jazz, die sich von seinem Vorgänger, dem Swing, hauptsächlich in Komplexität und Besetzung unterscheidet. Rasende Tempi und ausufernde Soloimprovisationen waren dabei keine Seltenheit.

Als in den 1940er Jahren die Mittel des Swing allmählich ausgeschöpft waren und der Erfolg vieler Big Bands kaum mehr zu übertreffen schienen, war die Stunde gekommen. Die Geburtsstunde des Bebop. Junge motivierte Musiker trafen sich vornehmlich in der Gegend um Harlem, um in gemeinsamen Jamsessions dem Jazz neuen Auftrieb zu geben.

Unter den Kreativen befanden sich schillernde Persönlichkeiten wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk. Der primäre Unterhaltungscharakter der Big Band war den selbstbewussten jungen Musikern zu bieder geworden. Sie wollten anspruchsvollere Musik machen, die kunstvoller und deutlich komplexer daher kam als die Musik der Vorjahre.

Bebop – Merkmale

Der Bebop brillierte hauptsächlich mit ausgedehnten Soli, die gern auch in „double time“, dem doppelten Tempo, gespielt wurden. Kunstvolle Improvisation, ausgeweitete Harmonik und hektische Rhythmen traten an die Stelle von eingängigen Melodien, tanzbaren Formen und einfachen Harmonie-Schemata. Wie oben bereits angedeutet, markierte die Einführung des Bebop nicht nur den Übergang zum Modern Jazz sondern auch den Eintritt des Jazz in die Sphäre der Kunstmusik.

Besetzung: Von der Big Band zum Quintett

Von der ausufernden Besetzung des Swing kam man beim Bebop grundsätzlich ab. Als Ausnahme sei hier lediglich Dizzy Gillespie genannt, der sowohl in kleiner als auch großer Besetzung Bebop betrieb. Die Standardbesetzung war ein Quintett aus Trompete, Saxophon, Klavier, Kontrabass und Schlagzeug.

Wichtigste Bebop Platten

Würde man es allein vom Titel abhängig machen, so wäre „Swing to Bebop“ von Charlie Christian sicherlich die bedeutsamste Bebop Platte. Nicht zu verachten sind allerdings auch „Genius of Modern Music“ von Thelonious Monk, „The Charlie Parker Story“ von Charlie Parker und Dizzy Gillespie mit „The Complete RCA Victor Recordings“.

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben
Name

E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Webseite (optional)

Nachricht