Bluesschema: Mit 12 Takten zum eigenen Blues

Kategorie: Rund um den Blues // Geschrieben von Christin

Das Bluesschema besteht aus 12 Takten und kann auf jede denkbare Tonart übertragen werden. Als Muster für die Akkordfolge im Blues stellt es vor allem eine Grundlage zur Improvisation dar und findet daher häufig Anwendung in Jam Sessions.

Mit nur 12 Takten zum eigenen Blues? Klingt einfach. Ist es auch! Zumindest wenn man ein Instrument halbwegs passabel beherrscht, sich mit Tonleitern auskennt und schon einmal etwas von einer Kadenz gehört hat. Nun stecken Sie aber nicht gleich den Kopf in den Sand, wenn Sie nur Bahnhof verstehen. Wir versuchen Ihnen das Bluesschema einfach und verständlich zu erklären, damit Sie sofort mit der Jam Session beginnen und die Blue Notes erklingen lassen können.

Bluesschema: Grundfunktionen der Kadenz

Das Bluesschema besteht aus einer bestimmten Abfolge drei verschiedener Akkorde. Die Akkorde sind gleichbedeutend mit den Grundfunktionen einer Kadenz. Diese besteht aus Tonika, Subdominante und Dominante. Dies sind die Akkorde (Dreiklänge), die auf der ersten, der vierten und der fünften Stufe einer Tonleiter gebildet werden können.

Kadenz am Beispiel C-Dur:

Tonika – 1. Stufe: C – Dreiklang: c-e-g
Subdominante – 4. Stufe: F – Dreiklang: f-a-c
Dominante  – 5. Stufe: G – Dreiklang: g-h-d
Tonika – 8. Stufe (= 1. Stufe)

12-taktiges Bluesschema

Die 3 Grundfunktionen (T,S,D) werden nun innerhalb von 12 Takten so aneinander gereiht, dass das typische Bluesschema entsteht. Der Wechsel der Akkorde erfolgt in ganzen Takten.

Bluesschema am Beispiel C-Dur:

T / T / T / T / S / S / T / T / D / S / T / T

1 / 1 / 1 / 1 / 4 / 4 / 1 / 1 / 5 / 4 / 1 / 1

C / C / C / C / F / F / C / C / G / F / C / C

Einen Song mit Bluesschema spielen

12 Takte sind je nach Tempo des Stückes mehr oder minder schnell abgespielt. Will man einen ganzen Song mit diesem Schema spielen, werden die 12 Takte einfach wiederholt. Im Übergang von einem zum nächsten 12-taktigen Schema wird dabei die Tonika im 12. Takt durch die Dominante ersetzt. So führt sie klanglich direkt zum Beginn des nächsten Schemas. In Fachkreisen bezeichnet man diese Technik als „Turnaround“.

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anni wen schreibt
am 6. Mai 2012 um 10:11 Uhr

super!!!!!!!!!!!!!!!!!
toll habe alle infos bekommen

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