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Releases // Geschrieben von Christin
Paul McCartney hat mit „Kisses in the Bottom“ ein Album vorgelegt, das seinen Vater ganz sicher sehr stolz gemacht hätte. Er singt darauf selbst eben jene Lieder, die schon in seiner Kindheit sein musikalisches Gespür prägten.

Der Jazz begleitete Paul McCartney schon in frühen Kindheitstagen nahezu täglich. So erzählt er im kürzlich veröffentlichten Interview mit der Zeit, er habe immer schon gespannt zugehört, wenn sein Vater auf Familienfeiern oder in Jamsessions mit Freunden zu singen und spielen begann. „Ich lag dann auf dem Teppich, lauschte und inhalierte die Harmonien und Strukturen dieser Songs.“, so McCartney wörtlich im Interview mit Christoph Dallach.
Das neue Jahr hat bereits begonnen, der Kater ist gezähmt – Zeit einmal einen Blick auf die Jazz-Veröffentlichungen des Jahres 2012 zu werfen. Wir haben eine Vorschau der Jazz-Alben für Sie zusammengestellt, die im ersten Quartal in die Plattenläden flattern.

Wenn man einen Blick auf die Veröffentlichungspläne der kommende Monate wirft, so scheint das erste Quartal in 2012 vor allem eines der großen, weiblichen Stimmen zu werden. So darf man sich beispielsweise auf ein neues Album der Echo-Jazz-Preisträgerin Lyambiko freuen.
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Releases // Geschrieben von Christin
Auf ihrem vierten Studioalbum zollt Malia ihrem großen Vorbild Nina Simone Tribut, die in den 60er Jahren ihre Stimme gegen Ungerechtigkeit und Rassismus erhob und damit die Bürgerrechtsbewegungen in den USA anfeuerte.

Am 13. Januar veröffentlicht Malia, eine in Malawi geborene Jazz-Sängerin, mit „Black Orchid“ ihr viertes Studioalbum, das eine Hommage an Nina Simone darstellt. Diese hatte in den Sechziger Jahren ihren Unmut, ihre Wut und Enttäuschung über die nach dem Tod Martin Luther Kings ins Stocken geratene Gleichstellung der schwarzen Bevölkerung Amerikas in so offener Art und Weise in Songs wie „To Be Young, Gifted, and Black“ kundgetan, wie es sich sonst kaum jemand zugetraut hatte.
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Releases // Geschrieben von Christin
Kathleen Edwards ist eine junge kanadische Songwriterin und Sängerin, die aufmerksamen Konzertbesuchern in diesem Jahr schon aufgefallen sein sollte. Sie war im Oktober im Vorprogramm von Bon Iver zu sehen und hat mit eben diesem ihr neues Album „Voyageur“ aufgenommen, das im Januar in Deutschland erscheint.

Kathleen Edwards ist im kanadischen Ottawa als Tochter zweier Diplomaten geboren und verbrachte ihre Kindheit aufgrund der beruflichen Tätigkeit ihrer Eltern zum großen Teil in der Schweiz und Südkorea. Bereits im Alter von 5 Jahren lernte die Kanadierin das Spiel der Violine, später kamen Klavier und Gitarre hinzu. Durch ihren älteren Bruder lernte sie unter anderem die Musik von Bob Dylan, Tom Petty und Neil Young zu schätzen.
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Releases // Geschrieben von Christin
Seth MacFarlane, bestens bekannt als der Schöpfer von „Family Guy“ veröffentlicht mit „Music Is Better Than Words“ sein Debüt als Sänger, auf dem er sich mit „The Voice“ Frank Sinatra misst und mit Norah Jones und Sara Bareilles im Duett singt.

„Schuster bleib bei deinen Leisten!“, ruft man es oft empört und meist auch zu Recht Künstlern zu, die sich von ihrem eigentlichen Metier entfernen und plötzlich anfangen zu singen oder zu musizieren. Ein paar von ihnen haben aber bereits bewiesen, dass das eine das andere tatsächlich nicht zwangsweise ausschließen muss.
Keith Jarrett ist einer der wohl bemerkenswertesten Pianisten unserer Zeit, der die Solo-Improvisation am Klavier zu seinem persönlichen Ausdrucksmittel machte und in ihr eine Sprache fand, die alle Welt zu verstehen scheint.

Im Jahr 1975 legte der damals 30-jährige Keith Jarrett einen entscheidenden Grundstein für seine weitere Karriere mit dem legendären „The Köln Concert“ in der deutschen Stadt am Rhein. Das am 24. Januar in der Kölner Oper aufgezeichnete Solokonzert wurde auf Tonträger gepresst und ging um die ganze Welt.
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Releases // Geschrieben von Christin
Auf ihrem neuen Album „Salvador“ gehen deutsche Texte eine Liaison mit dem französischen Chanson und dem brasilianischen Bossa Nova ein – eine außergewöhnliche Mischung, die Céline Rudolph als Persönlichkeit wie als Musikerin gleichermaßen definiert.

Jazztrompeter Till Brönner bezeichnet sie als Ausnahmekünstlerin, die in ihrem Genre nahezu ohne vergleichbare Konkurrenz agiert – Céline Rudolph. Ein Kompliment, das der Sängerin mit den deutsch-französischen Wurzeln und dem Faible für brasilianische Rhythmen durchaus gerecht wird – denn das, was sie auf ihrem neuesten Werk geschaffen hat, ist tatsächlich ein Meisterwerk ohne Gleichen.
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Releases // Geschrieben von Christin
Dee Dee Bridgewater veröffentlicht mit “Midnight Sun” am 23. August ihr erstes Best-of-Album aus über 40 Jahren Karriere. Darauf zu hören sind insgesamt 11 Titel, die die Jazzsängerin sorgfältig aus 6 Alben ausgewählt hat. Eine echte Herzensangelegenheit!

Die Grammy- und Tony-Award-Gewinnerin Dee Dee Bridgewater zollte auf verschiedenen Alben bereits Musikern wie Horace Silver, Duke Ellington, Ella Fitzgerald, Kurt Weill und Billie Holiday Tribut, ja versuchte sich sogar im französischen Chanson und auf der Musical-Bühne. Nach über 40 Jahren Bühnenerfahrung und Gesangskarriere scheint es an der Zeit die schönsten Momente Revue passieren zu lassen und ein Best-of-Dee-Dee-Bridgewater auf den Markt zu bringen.
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Releases // Geschrieben von Christin
Zwei Jahre ist es her, dass Rebekka Bakken ihr letzte Album „Morning Hours“ veröffentlichte. Bald wird nun das mittlerweile 5. Soloalbum der norwegischen Sängerin erscheinen, das den Titel „September“ trägt und von Liebe, Leben und Leid erzählt.

Mit „September“ erscheint am 16.09.2011 das neue Album der Jazz-Sängerin, die eigentlich gar keine Jazz-Sängerin sein möchte. In zahlreichen Interviews beteuerte Rebekka Bakken, dass sie weder Standards noch Scat singen könne und sich deshalb auch nicht dem Genre des Jazz zugehörig fühle. Nicht abzustreiten sind allerdings die deutlichen Spuren, die die Beschäftigung mit Jazz und die Zusammenarbeit mit Jazzmusikern wie Pianistin Julia Hülsmann oder Gitarrist Wolfgang Muthspiel in ihrem Songwriting hinterlassen haben, was wohl den Ausschlag dafür geben mag, dass ihr auch heute noch das Label „Jazz-Sängerin“ anhaftet.
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Releases // Geschrieben von Christin
Nachdem er im vergangenen Jahr seinen Liederzyklus “All Days Are Nights – Songs for Lulu” veröffentlichte, folgt 2011 nun ein Best-Of-Rufus-Wainwright bestehend aus insgesamt 13 CDs und 6 DVDs. Das limitierte Box-Set „House of Rufus“ erscheint am 15.07. via Universal.

Mit seinen 37 Jahren hat Rufus Wainwright bereits alle Facetten des Musikbusiness kennenlernen dürfen. Als Sohn eines Folkmusikers lernte er im zarten Alter von 6 Jahren das Spiel auf dem Klavier. Bereits als 13-Jähriger ging er mit Mutter, Tante und Schwester Martha auf Tournee, studierte Rock-Piano und beschäftigte sich mit Opern und internationalem Liedgut à la Judy Garland und Edith Piaf.
Im Jahr 1998 erschien sein erstes Album, seitdem hat er insgesamt 6 Studioalben produziert und zahlreiche Konzerte überall auf der Welt gegeben. Da wird es doch tatsächlich einmal Zeit für ein Best-Of. Dabei ist „House of Rufus“ doch so viel mehr als das, denn es ist eben gerade nicht nur eine Auswahl der besten Stücke aus 37 Jahren Rufus Wainwright, sondern seine gesamte Diskographie vereint in einem Box-Set.