Chicago Jazz – Soloinstrumente treten in den Vordergrund

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Der Chicago Jazz entwickelte sich in den 1920er Jahren aus der Stilrichtung des New Orleans Jazz. Jedoch sind beide musikalischen Ausdrucksweisen einzigartig und sollten nicht verwechselt werden.

Als Louis Armstrong, Jelly Roll Morton oder King Oliver in den 1920er Jahren von New Orleans nach Chicago kamen, war ihnen sicherlich nicht bewusst, dass ihre Anwesenheit in der US-amerikanischen Stadt die Jazz-Welt grundlegend ändern sollte.

Chicago brachte für viele Künstler aus New Orleans neue Möglichkeiten, sich beruflich und musikalisch weiterzuentwickeln. So hörten viele Studenten und Schüler der weißen Mittelschicht in der Southside den New Orleans Jazz. Ihnen gefiel dieser Musikstil so sehr, dass sie bald anfingen ihre schwarzen Vorbilder zu kopieren. Jedoch entwickelten die weißen Musiker mit der Zeit einen ganz eigenen Stil.

Chicago Jazz – Die Stilmerkmale

Im Gegensatz zum New Orleans Jazz (Kollektiv-Improvisation) legte man im Chicago Jazz wert auf Soloinstrumente und -einlagen. Zum ersten Mal wird das Saxophon immer wichtiger, das jedoch mit einer gewissen emotionalen Zurückhaltung gespielt wird. Außerdem werden Banjo und Tuba durch Bass und Gitarre ersetzt. Gezählt wurde auch hier 2 und 4, dass aber durch das Schlagzeug verstärkt wurde.

Vertreter des Chicago Jazz sind zum Beispiel Bix Beiderbecke, Benny Goodman, Frank Tschemacher oder Adrian Rollini.

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