Elbjazz Festival 2012 mit Helge Schneider, Katzenjammer, Curtis Stigers u.v.m. – Nachbericht Teil 1
Das Elbjazz Festival 2012 bot in diesem Jahr ein buntes und Genre übergreifendes Programm von Instrumental- und Vokaljazz, über Blues, Pop, Rock, Folk, Soul, Singer-Songwriter, Rap und Beatboxing, bis hin zu Elektroswing und vielem mehr. Im ersten Teil unseres Festivalreports berichten wir von den Highlights des Freitages.
Auf den stimmungsvoll hergerichteten und beleuchteten Bühnen des Elbjazz Festivals 2012 traten in diesem Jahr wieder zahlreiche hochkarätige Künstler aus aller Welt und allen verwandten Genres des Jazz in atemberaubender Kulisse auf. Umrahmt von der Elbe und den großen Werft- und Frachtbetrieben mit ihren riesigen Hallen und Krananlagen bekamen die rund 20.000 Besucher des Hamburger Festivals bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen so einiges geboten. An 10 verschiedenen Spielorten fanden insgesamt fast 60 Konzerte an 2 Tagen statt.
Elbjazz Festival 2012: Der erste Tag
Der Freitagabend begann um 18 Uhr u.a. mit Diana Torto, John Taylor und dem Kenny Wheeler Quartett auf der Blohm + Voss Hauptbühne. Um 18.30 Uhr wurde dann eine der wohl schönsten Bühnen des Elbjazz, die Spitzenbühne Südkai, von der Jazzkantine eingeweiht, die u.a. Lieder von ihrem aktuellen Album „Jazzkantine spielt Volkslieder“ präsentierten.
Helge Schneider und Michael Wollny
Als eines der Highlights des Freitagabends darf ohne Umschweife wohl das Pianoduett, oder viel mehr –duell, von Helge Schneider und Michael Wollny genannt werden. Getreu nach dem Motto: „Wenn schon Improvisation, dann ganz spontan“, zeigten sich der deutsche Entertainer und der junge Jazzpianist mal harmonisch im Einklang, mal eher als Konkurrenten um die schwarzen und weißen Tasten auf der Hauptbühne des Festivals.
Curtis Stigers, Francesco Tristano & Pascal Schumacher, Katzenjammer
Ab 20.30 Uhr begeisterten Pianist Francesco Tristano und Vibraphon-Star Pascal Schumacher in der prall gefüllten Halle am Südkai mit einer spannenden Mischung aus Klassik, Jazz und Elektro. Diese Bühne hob sich vor allem durch die tollen visuellen Gestaltungen an der Rückwand von den anderen Locations ab. VJs ließen wunderbare Lichtkunstwerke aus fließenden Formen und wechselnden Farben entstehen, die mit einem handelsüblichen Overheadprojektor an die Wand hinter den Musikern gebracht wurden.
Zu den weiteren Highlights des Freitags zählen wohl auch Schmuse-Jazzsänger Curtis Stigers, der ab 21 Uhr auf der Blohm & Voss Hauptbühne zu erleben war und Katzenjammer, die norwegische Frauenkombo, bestehend aus vier überaus talentierten Multiinstrumentalistinnen und Sängerinnen, die den Abend als einer der letzten Live-Acts auf der großen Bühne ausklingen ließen.

