Ella Fitzgerald: The First Lady of Song
Als „The First Lady of Song“ ging Ella Fitzgerald in die Jazzgeschichte ein und verzauberte die Welt mit ihrer einzigartig wandelbaren Stimme. In den 50 Jahren ihrer Karriere machte sie den Scat-Gesang salonfähig, verkaufte über 40 Millionen Platten und erhielt 14 Grammys. Wir zollen der guten alten Ella Tribut.

Ella Fitzgerald erblickte am 25. April 1917 in ärmlichen Verhältnissen in Newport News /Virginia das Licht der Welt. Im Alter von 17 Jahren nahm sie an einem Talentwettbewerb im legendären Apollo Theater in Harlem/NY teil und machte eben diese Bühne zu ihrem Sprungbrett ins Showbusiness. Bandleader Chick Webb , der zum damaligen Zeitpunkt gerade auf der Suche nach einer neuen Sängerin war, stellte die füllige Ella – wenn auch zunächst widerwillig – an und setzte sie einer Bewährungsprobe aus. Sie sollte ihn nicht enttäuschen. Denn die noch vergleichsweise unerfahrene Sängerin wusste schon eines damals sehr wohl zu ihrem Vorteil einzusetzen: ihre Stimme.
Ella Fitzgeralds erster Hit: „A Tisket, A Tasket“
Nach unzähligen erfolgreichen Auftritten mit Chick Webb und seiner Band schaffte Ella 1938 den endgültigen Durchbruch mit ihrem ersten Hit „A Tisket, A Tasket“, der aus einem simplen Kinderreim hervorging und später zum Jazz-Standard werden sollte.
Ella Fitzgerald: Solokarriere bei Decca
Nach Chick Webbs Tod versuchte sich Ella selbst als Bandleaderin, allerdings mit eher mäßigem Erfolg. Dies führte dazu, dass sie sich 1941 vom Orchester trennte und sich ihrer Solokarriere widmete. Sie unterschrieb einen Vertrag bei Decca und trug mit ihren Soloaufnahmen von 1941 bis 1955 maßgeblich zum Erfolg des Major-Labels bei. Unvergessen bleiben Songs wie „Dream A Little Dream Of Me“, „How High The Moon“ oder ihre Interpretation des Klassikers “Lullaby of Birdland” von George Shearing.
Ellas Zusammenarbeit mit Norman Granz und die Verve-Jahre
Ihre Label-Heimat sollte Ella erst im Jahre 1955 finden, als sie ihr langjähriger Agent Norman Granz zum Wechsel überreden konnte. Er brachte sie bei seinem eigenen Label Verve unter. Unter dessen Obhut veröffentlichte sie ihre bis heute einzigartigen Songbooks mit Liedern aus der Feder von George und Ira Gershwin, Cole Porter, Duke Ellington, Irving Berlin, Johnny Mercer und anderen. Eine ihrer erfolgreichsten Platten wurde „Porgy and Bess“, welche eine Bearbeitung der Oper von George Gershwin darstellte und in Zusammenarbeit mit Louis Armstrong entstand.
Späte Jahre
In den 70er und 80er Jahren knüpfte Ella noch einmal an ihre Erfolge an, als sie auf Granz‘ neu gegründetem Label Pablo unter anderem Alben mit Oscar Peterson und Count Basie veröffentlichte. Im Jahre 1996 verstarb Ella im Alter von 79 Jahren an den Folgen ihrer langjährigen Diabetes-Erkrankung, die vormals sowohl zum Verlust ihres Augenlichtes als auch zur Amputation beider Unterschenkel führte.
„We All Love Ella“ – All-Star-Tribute zum 90. Geburtstag der Ikone
Im Jahr 2007 wurde via Verve ein All-Star-Tribute-Album mit dem Titel „We All Love Ella“ zum 90. Geburtstag der bereits verstorbenen First Lady of Song veröffentlicht. Bekannte zeitgenössische Jazz- und Popularmusiker zollten der großen Ella Fitzgerald Tribut, indem sie ihre Lieder neu interpretierten. Unter ihnen zwei der wohl bekanntesten kanadischen Jazzmusiker: Sänger Michael Bublé und Sängerin Diana Krall. Auch Stevie Wonder und Chaka Khan ließen es sich nicht nehmen good old Ella zum Geburtstag zu gratulieren.