Good Hair Day – Rebekka Bakken im Postbahnhof Berlin
Vor 2 Monaten veröffentlichte sie ihr neues Album „September“, nun stellte sie es live im Berliner Postbahnhof vor. Rebekka Bakken begeisterte das Publikum mit starker Stimme, natürlichem Humor und wallender Mähne.
Der Tag an dem Rebekka Bakken im Postbahnhof Berlin auftrat, war für die norwegische Sängerin ein ganz besonderer, denn es war definitiv keiner dieser Tage, die sie nach eigener Aussage so sehr fürchtet. Kein Bad Hair Day! Dies bestätigte ihr auf Nachfrage auch das gut gelaunte Publikum mit tosendem Applaus. Das Haar saß hervorragend, es umspielte ihre weichen Gesichtszüge äußerst schmeichelhaft. Die beste Voraussetzung also für ein gelungenes Konzert…
Rebekka Bakken – Mit „September“ live im Postbahnhof Berlin
Dem September widmete Rebekka Bakken ihr neues Album, das in selbigem Monat veröffentlicht worden ist. Es erzählt von Lust, Liebe, Leid und allerlei Persönlichem aus dem Leben der norwegischen Sängerin, die selbst offen zugibt, dass ihre Songs häufig autobiografische Züge tragen. Beim Konzert im Berliner Postbahnhof präsentierte Rebekka Bakken sowohl Titel aus dem aktuellen Werk als auch ältere Stücke der vorangegangenen 4 Alben als Solokünstlerin.
Mit Songs wie „Hard To Be A Loser“ vom Album „I Keep My Cool“ stellte Rebekka Bakken den Blues ins Rampenlicht und erinnerte nicht nur äußerlich an Soulqueen Joss Stone. Auch huldigte sie ihrer Heimat Norwegen mit einem alten Volkslied in der Landessprache, das vermutlich aber wohl entweder aus Dänemark oder Schweden stammt, wie sie schmunzelnd bemerkte. Als eine der Zugaben, die sich das Publikum sogar mittels Standing Ovations einforderte, erklang ein Stück vom Liedermacher Ludwig Hirsch, das die junge Norwegerin in sympathisch österreichischem Akzent darbot („Der Schnee draußen schmilzt“).
Mit ihrer vielseitigen Stimme deckt Rebekka Bakken nicht nur mehrere Oktaven ab, sondern ist auch stilistisch kaum verortbar: Jazz, Blues, Soul, Rock, Pop… Mit dieser Stimme kann man wohl alles singen. Mal schleicht sie sich ganz einfühlsam zart in die obersten Register, dann bricht sie aus sich heraus, überschlägt sich, macht einen Purzelbaum, in den Tiefen ist sie kräftig, mal charismatisch kratzig, dann wieder ganz weich und gefühlvoll. Wow! Da muss ihr Cousin, der beim Konzert anwesend war, aber mächtig stolz gewesen sein…
