Hugh Laurie lebt den Blues auf seinem Debüt-Album “Let Them Talk”
Hugh Laurie, bestens bekannt als Dr. House aus der gleichnamigen TV-Serie, veröffentlichte Ende April sein musikalisches Debüt-Album. Auf „Let Them Talk“ lässt er den New-Orleans-Blues, der ihn seit seiner Kindheit beschäftigt, wieder aufleben.

Dass Hugh Laurie der Musik zugeneigt ist, das ist selbst in seinen TV-Rollen kaum zu übersehen oder –hören. Obwohl er in seiner Parade-Rolle als Dr. House hauptsächlich um die Aufklärung der Leiden seiner Patienten bemüht ist, bietet die Szenerie ihm hin und wieder einmal Platz für eine musikalische Einlage.
Ob mit einer richtigen Gitarre in der ersten Folge der vierten Staffel oder mit dem Gehstock: Laurie alias House macht mit jedem Instrument in der Hand eine gute Figur. Nun hat Hugh Laurie sein erstes eigenes Album auf den Markt gebracht. „Let Them Talk“ enthält 18 Klassiker des Blues von „After You’ve Gone“ bis „You Don’t Know My Mind“.
Hugh Laurie und der Blues
Mit seinem Debüt-Album „Let Them Talk“ erfüllte sich Hugh Laurie einen großen Traum. Seit seiner Kindheit faszinierte ihn die Musik. Mit 6 Jahren bekam er seinen ersten Klavierunterricht bei Mrs. Hare, die ihm französische Wiegenlieder und polnische Tänze lehrte. Sein Herz aber schlug schon immer für eine ganz andere Art von Musik: für den Blues. „I Can’t Quit You Baby“ von Willie Dixon scheint zumindest in seiner Erinnerung der erste Blues, den seine Ohren damals vernommen haben.
„Einen Tages lief dann ein Song im Radio – ziemlich sicher war es „I Can’t Quit You Baby“ von Willie Dixon – und mein ganzes Leben änderte sich. (…)Seitdem bringt mich der Blues zum Lachen, zum Weinen, zum Tanzen… Nun, da dies ein Album für die ganze Familie ist, darf ich euch nicht sagen, zu was der Blues mich sonst noch so inspiriert…“ – Zitat: Hugh Laurie
In den folgenden Jahren beschäftige sich Hugh Laurie mit den großen Gitarristen, Pianisten und Sängern des Blues. Um nur einige zu nennen: Charley Patton, Lead Belly und Muddy Waters umfingen ihn mit ihrem Spiel auf der Gitarre; Bessie Smith und Ray Charles verzauberten ihn mit ihren Stimmen; Pete Johnson, Jelly Roll Morton und Dr. John brannten sich mit ihrem Pianospiel tief in sein Gedächtnis.
Hugh Laurie – „Let Them Talk“
Das Herzenswerk Hugh Lauries, auf dem er sämtlichen Größen des Blues seine Stimme verleiht, enthält insgesamt 15 Songs und 3 Bonustracks. Er lässt die Verstorbenen wieder auferstehen, lässt sie durch ihn sprechen und füllt ihre Musik mit neuem Leben. Louis Armstrong, Jelly Roll Morton, Bessie Smith und Ray Charles wären wohl stolz auf Hugh Laurie gewesen, könnten sie ihn nun ihre Songs singen hören. Aber nicht nur seine Stimme ist auf der Platte zu vernehmen, auch sein selbst ernanntes Lieblingsinstrument, das Piano, hat er durchweg selbst eingespielt .
„Meist zog ich das Piano der Gitarre vor, weil das Piano an einem Ort verweilt, was ich auch selbst gern tue. Gitarren ziehen die Ungebundenen, die Rastlosen an. Ich sitze gerne.“ – Zitat: Hugh Laurie