Instrumentenkunde Teil 3: Die Trompete
Die Trompete ist im Grunde genommen ein Sprachrohr, das die Möglichkeiten der menschlichen Stimme, Emotionen hörbar zu machen, ins Unermessliche erweitert. Wir haben sie uns im Rahmen unserer Instrumentenkundereihe einmal genauer angeschaut.
„Die Trompete zeigt mir innerhalb kurzer Zeit ob ich gut drauf bin, oder nicht. Jeder Fehler auf diesem Instrument ist alleine auf den Spieler zurückzuführen – das hat eiserne Disziplin zur Folge.“, sagte der wohl erfolgreichste deutsche Jazztrompeter Till Brönner einst in einem Interview auf releasetime.de über sich und sein Instrument. Und gerade diese besagte eiserne Disziplin, die es erfordert der Trompete wohlklingende Laute zu entlocken, scheint für viele Musiker der Anreiz zu sein, sich gerade mit diesem Blechblasinstrument zu beschäftigen.
Große Namen wie Louis Armstrong, Chet Baker, Miles Davis, Roy Eldridge, Fats Navarro und Dizzy Gillespie sind mit der Erfolgsgeschichte des metallenen Instrumentes eng verbunden. Künstler wie der eben bereits erwähnte Till Brönner, aber auch Roy Hargrove, Wynton Marsalis oder Tomasz Stańko widmen sich noch heute hingebungsvoll ihrer Trompete, um ihr einen Klang zu entlocken, der dem der menschlichen Stimme möglichst nahe kommt.
Bauweise und Entwicklung der Trompete
Die Trompete in ihrer Urform war ein Instrument ohne Ventile, mit dem man ausschließlich die Töne der Naturtonreihe hervorbringen konnte. Schon die alten Ägypter, Römer und Griechen kannten solcherlei Naturtrompeten, die hauptsächlich zur Erzeugung akustischer Signale und Warnzeichen genutzt wurden.
Aus den Naturtrompeten entwickelten sich zur Zeit der Renaissance die sogenannten Zugtrompeten, aus denen dann die Posaunen hervorgingen. Die Einsatzgebiete der Trompete wurden ab Mitte des 18. Jahrhunderts vielfältiger als zunächst Klappen, später Ventile, auch die Erzeugung weiterer Töne als die der Naturtonreihe ermöglichten. Um 1815 war es mit Erfindung des Ventils realisierbar geworden den Instrumenten komplette chromatische Tonleitern zu entlocken.
Bei den Ventilen unterscheidet man noch einmal zwischen Dreh- und Pumpventilen, wobei letztere, die auch als Périnet-Ventile bezeichnet werden, häufig in der Unterhaltungsmusik – so auch im Jazz – Verwendung finden.
Einordnung der Trompete
Anders als das äußerlich ebenso blecherne Saxophon besitzt die Trompete außer ihrem glänzenden Gewand auch ein Mundstück aus Metall und zählt somit zu den „echten“ Blechblasinstrumenten. Beide gehören allerdings zur Instrumentengruppe der Aerophone, oder zu gut deutsch: Luftklinger.
Außerdem ist die Trompete Teil der Gruppe sogenannter transponierender Instrumente, zu denen auch Klarinette, Saxophon und Horn gehören. Diese werden so bezeichnet, weil sie nicht in derselben Tonhöhe erklingen, wie sie notiert sind. So erklingt eine Trompete in B z.B. stets einen Ganzton tiefer als sie notiert ist. Am häufigsten vorzufinden sind Trompeten in den Stimmungen B, C, D und Es.
Als Varianten der Trompete sind auch die kleine Piccolotrompete und die tiefe Basstrompete entstanden. Verwandt ist die Trompete außerdem mit dem Flügelhorn und dem Kornett, die allerdings beide aufgrund ihrer Beschaffenheit zur Instrumentenfamilie der Hörner gehören.
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Nette Informationen! Ich werde mich damit mal intensiver beschäftigen! Bin gespannt auf neue Beitraege!
