Max Raabe und sein Palast Orchester – aktuell auf Tour mit „Küssen kann man nicht alleine“

Kategorie: News // Geschrieben von Albert

Das neue Album „Küssen kann man nicht alleine“ des Bariton im Stil der „Comedian Harmonists“ aus den Zwanzigern, Max Raabe & Palast Orchester, erschien am 28. Januar 2011. Jetzt sind sie damit aktuell auf Tournee durch Deutschland. Doch nächstes Jahr soll es damit um die ganze Welt gehen.

Max Raabe und Palast Orchester © Flickr / loranger

Das Frack sitzt wie eh und je, die Haare sind nach hinten gelegt und glänzen, ein verschmitztes Lächeln zaubert sich auf Raabes Lippen und er singt uns mit heiterer Wehmut zurück in die zwanziger, frühen dreißiger Jahre und ist doch zeitlos wie kein anderer.
Mit Hits wie „Kein Schwein ruft mich an“ (1992) oder „Klonen kann sich lohnen“ (2002) scheint Max Raabe mit seinem Palast Orchester die Tradition der „Comedian Harmonists“ weiterzuführen. Dabei trägt er viel Verantwortung und stemmt die Herausforderung ganz allein. Sein Orchester begleitet ihn, aber seine Stimme muss solo den Raum füllen, den seine Vorbilder fünfstimmig erfüllten. Seit Jahrzenten besteht kein Zweifel über sein außergewöhnliches Talent und seinen verdienten Erfolg, der schon zum Kult geworden ist.

Aus dem Leben eines Vollblutmusikers

Auf leisen Sohlen schlich er sich in die Gehörgänge ganzer Generationen. 1962 in Lünen geboren, gründete er 1986 mit 12 Kommilitonen das Palast Orchester und tourte gleich nach seinem Abschluss als Bariton durch Europa, die USA, Israel und Asien. Seine neue alte Musik, die zu Zeiten der Weimarer Republik den Menschen Hoffnung und neue Freude gab, hat bis heute nicht an Aktualität verloren.

Mit seinem ersten Soloalbum „Übers Meer“ bewies Max Raabe 2010 sein Talent auch als Solist mit eigenen Liedern. Anfang 2011 erschien nun in Zusammenarbeit mit Annette Humpe das neue Album „Küssen kann man nicht alleine“. Die Zusammenarbeit mit der ehemaligen Deutsche Welle Ikone (Ideal) und Musikproduzentin (Ich+Ich) Annette Humpe brachte ein Album voller ironischer Zwischentöne und heiterer Melancholie hervor.

Max Raabe als Stil-Ikone

Jedem Lied aus den zwanziger Jahren verleiht Raabe mit seiner sanften Stimme auch immer eine ganz eigene Note. Das Repertoire reicht von kubanischen Rumbas, fröhlichen Foxtrotts und eleganten Tangos bis Liedern, Schlagern und Couplets mit heiter-melancholischer Leichtigkeit und ironisch-kritischen Texten, die heute genau so aktuell sind wie vor 80 Jahren. Seine Musik bringt zum Lachen und zum Weinen, lässt einen tanzen oder entspannen und erkennen, dass die Welt mit Humor zu nehmen ist.

Auch 25 Jahre nach Gründung des Palast Orchesters bringt Max Raabe jedes Lied mit einer schlichten Präzision wie am ersten Tag hervor. Das macht seine Lieder wohl so anachronistisch und nicht zu verstaubten Kamellen aus anderen Zeiten. Im Repertoire des Palast Orchesters, das inzwischen weit 500 Titel umfasst, finden sich neben Klassikern wie „Ich brech’ die Herzen der stolzesten Frau’n“ auch viele Eigenkompositionen wie „Carmen, hab’ Erbarmen“.

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben
Name

E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Webseite (optional)

Nachricht