Paul McCartney erfüllt sich auf „Kisses on the Bottom“ einen Kindheitstraum
Paul McCartney hat mit „Kisses in the Bottom“ ein Album vorgelegt, das seinen Vater ganz sicher sehr stolz gemacht hätte. Er singt darauf selbst eben jene Lieder, die schon in seiner Kindheit sein musikalisches Gespür prägten.
Der Jazz begleitete Paul McCartney schon in frühen Kindheitstagen nahezu täglich. So erzählt er im kürzlich veröffentlichten Interview mit der Zeit, er habe immer schon gespannt zugehört, wenn sein Vater auf Familienfeiern oder in Jamsessions mit Freunden zu singen und spielen begann. „Ich lag dann auf dem Teppich, lauschte und inhalierte die Harmonien und Strukturen dieser Songs.“, so McCartney wörtlich im Interview mit Christoph Dallach.
Sein Vater schrieb sozusagen den Soundtrack seiner Kindheit, den Paul sein Leben lang nicht vergessen sollte. Jetzt hat sich McCartney, im Alter von fast 70 Jahren einen Traum erfüllt und ein Album aufgenommen, das sich ganz dem Jazz und den alten Klassikern verschrieben hat.
Paul McCartney, The Beatles und der Jazz
So ganz frei von den Einflüssen seines Vaters war die Musik, die Paul McCartney schrieb und sang wohl nie… Wenn man die Songs der Beatles, die zum Großteil aus seiner oder der Feder John Lennons stammen, einmal genauer unter die Lupe nimmt, muss man unweigerlich feststellen, dass vor allem Harmonik und Rhythmik häufig ähnlich angelegt sind, wie in der Jazzmusik üblich.
Paul McCatney: „Kisses on the Bottom“
Auf „Kisses on the Bottom“ präsentiert Paul McCartney, der kürzlich seinen Stern auf dem Walk of Fame enthüllen durfte, insgesamt 16 Songs, von denen er drei selbst im Stile der alten Jazzstandards verfasst hat. Außerdem finden sich darauf Songs von Irving Berlin, Harold Arlen, Johnny Mercer u.a. Bei den Aufnahmen zum Album unterstützten ihn nicht nur das London Symphony Orchestra unter der Leitung von Alan Broadbent, sondern auch bekannte Künstler wie Diana Krall (vornehmlich am Klavier), Stevie Wonder (an der Harmonica) und Eric Clapton (an der Gitarre).
