Stilreisender: Der Rockgitarrist und Bluessänger Gary Moore

Kategorie: Berühmte Musiker, Rund um den Blues // Geschrieben von Albert

Gary Moore landete mit „Still Got the Blues“ einen weltweiten Erfolg. Die virtuosen Gitarrenriffs des Nordiren erinnern an den Rock-Sound von Deep Purple, aber der vielseitige Musiker spielte auch Blues mit B.B. King oder mit Phil Lynott in Thin Lizzy und ersetzte Ex-Cream-Mitglied Eric Clapton für BBM.

Gary Moore live © flickr Harry Potts

Mit seinem musikalischen Wegbegleiter und Freund Phil Lynott fing Anfang der 70er Jahre die Karriere des Gitarristen, Komponisten und Sängers Gary Moore an. Sein Weg führte ihn über verschiedene Musikstile und ließ ihn an der Seite vieler namenhafter Musiker spielen, bis er im Februar 2011 selbst als Legende an einem Herzinfarkt verstarb.
Gary Moore ging nicht als ein Rockopfer im Drogensumpf unter. Ihm ist der Erfolg nie zu Kopf gestiegen, sondern die Musik war sein Ansporn, immer weiter zu machen. Ein echter Vollblutmusiker, der eine bewegte Karriere zwischen verschiedenen Bandgründungen und Musikproduktionen mit anderen berühmten Musikern gelebt hat. Sein plötzlicher Tod im Alter von 58 Jahren hinterließ eine Lücke und schockte Fans, Freunde und Kollegen.

Gary Moore still got the blues

Wenn seine E-Gitarre zu der bekannten Melodie von Still Got the Blues anfängt zu singen und zu weinen, springen Menschen von ihren Sitzen auf und reissen ihre Hände in die Luft. Auch in Deutschland war der Song 25 Wochen in den Deutschen Single Charts.

Der Song bewegte durch seine geniale Intensität Menschen auf der ganzen Welt. Seine sanfte Stimme, die wie ein Vulkan ausbrechen kann, harmonisiert und macht den Gary Moore Sound aus. Seine sympathischen Grimassen, wenn er seine Emotionen in die Musik legt, werden lange in Erinnerung bleiben.

Stilecht durch alle Genres: Gary Moore

Angefangen hat der vielseitige Gary Moore mit Jazzrock und Rock, bis er in den achtzigern immer härteren Rock produzierte und sich in der Hardrock- und Heavy-Metal-Szene etablierte. Im Anschluss, sicher auch beeinflusst vom Tod seines Kollegen und Freundes Phil Lynott, besann er sich nach dem Motto „back to the roots“ auf seine nordirische Herkunft und zeigte Irish-Folk-Einflüsse.

Anfang der 90iger kam Moore im Blues an und landete mit der Single Still Got the Blues einen Welterfolg. Auf dem Album After Hours (1992) arbeitete er zusammen mit der Blues-Legende B.B. King. Nach einer weiteren, sehr experimentellen Phase, in der beispielsweise das Album A Different Beat (1990) entstand, kehrte er zurück zum Blues und ging in den Slow Blues über.

Gary Moores Karriere – Eigene Band und Thin Lizzy

In Erinnerung an die Legende Gary Moore © flickr raymacleanRobert William Gary Moore, 1952 in Belfast geboren, gründet 1969 zusammen mit Phil Lynott in Dublin die Band Skid Row und veröffentlicht zwei Alben. Drei Jahre später macht er alleine mit der Gary Moore Band weiter, wo er erstmals auch als Sänger auftritt.

1974 schließt er sich wieder seinem Freund Phil Lyott in der Band Thin Lizzy an, mit der er 1974 noch das Album Black Rose einspielt.

Still Got the Blues

Neben Arbeit als Studiomusiker wird 1975 die Jazzrock-Band Colosseum II gegründet, führt aber nicht zum Erfolg. Doch drei Jahre später erscheint das Solo-Album Back on the Streets mit der Erfolgssingle Parisienne Walkways.

Die 80iger Jahre sind geprägt von Hardrock und Heavy-Metal, wo Moore sich als Gitarrenvirtuose etabliert und spätestens ab dem Album Run for Cover (1985) Berühmtheit erlangt.

Der eigentliche Durchbruch aber gelingt 1990 mit dem Album Still Got the Blues. Seine Konzerte bildeten seither eine einzigartige Komposition aus Rock und Blues in ständiger Zusammenarbeit mit vielen Größen des Musikgeschäfts.

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben
Name

E-Mail (wird nicht veröffentlicht)

Webseite (optional)

Nachricht