Diana Krall wird drei Jahre nach ihrem letzten Album „Quiet Nights“ im Herbst 2012 endlich ein neues Album veröffentlichen und diesem im November eine Tour folgen lassen.
Obwohl mittlerweile 3 Jahre vergangen sind seit Diana Krall ihr letztes Soloalbum veröffentlicht hat, war die kanadische Jazzpianistin und Sängerin in dieser Zeit keineswegs untätig. So fungierte sie beispielsweise sogar als Produzentin für Barbra Streisands Album „Love is the Answer“, sang neben Norah Jones und Cassandra Wilson auf dem Album „Sophisticated Ladies“ von Jazzbassist Charlie Haden und spielte das Klavier für Paul McCartneys kürzlich erschienene neue Platte „Kisses on the Bottom“ ein. Für den Herbst kündigt ihr Management nun endlich ein neues eigenes Album an.
Die Violine ist das kleinste und höchste der uns bekannten Streichinstrumente. Sie besteht grundsätzlich aus einem hölzernen Korpus, der als Resonanzkörper dient, einem Hals, auf dem das Griffbrett angebracht ist und vier darauf aufgezogenen Saiten, die in der Regel mittels sogenannter Wirbel im Quintabstand (g-d-a-e) gestimmt werden.
Der Reduta Jazz Club in Prag ist nicht nur eine der bekanntesten kulturellen Institutionen der Moldau-Stadt, sondern auch der älteste noch bestehende Jazz-Club Europas. Warum sich ein Besuch in jedem Fall lohnt, erfahren Sie hier.
Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So will ich heute von meinem Besuch im ältesten noch bestehenden Jazz-Club Europas berichten, der in einer der wohl schönsten Hauptstädte unseres Kontinents beheimatet ist. Das Reduta in Prag blickt auf eine lange Geschichte voller Glanzlichter zurück. So gingen und gehen im Reduta immer noch Szenegrößen wie Wynton Marsalis, Acker Bilk, Tony Scott, Cecil Taylor, Tomasz Stanko und Chris Barber ein und aus.
Das Saxophon scheint wie kaum ein anderes Instrument mit dem Jazz verheiratet zu sein. Seine Wandelbarkeit vom tiefen, warmen bis hin zum schrill coolen Klang harmoniert perfekt mit der Vielschichtigkeit, die der Jazzmusik seit jeher eigen ist.
Das Saxophon wurde 1840 von seinem Namensgeber Adolphe Sax entwickelt und ursprünglich sowohl für Sinfonieorchester als auch für den Gebrauch im Bereich der Marschmusik konzipiert. Während es im Sinfonieorchester nie einen festen Platz ergattern konnte, hat das Saxophon im Jazz seinen Siegeszug angetreten und ist beispielsweise aus der klassischen Big Band kaum mehr wegzudenken.
Lyambiko – deutsche Sängerin mit afrikanischen Wurzeln – wurde am vergangenen Freitag offiziell mit dem Echo Jazz als beste Sängerin national ausgezeichnet. Wir stellen die Preisträgerin im Portrait vor.
Sandy Müller, alias Lyambiko, hat die Musik nahezu in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Vater, dessen Nachnamen sie zu ihrem Künstlernamen machte, stammt aus Tansania und war selbst in Chören und Jazzcombos als Sänger tätig. Auch ihr Großvater lebte den Traum von der großen Musikkarriere schon in den Dreißigerjahren, nun führt seine Enkelin ihn fort.
Spätestens seit dem Eurovision Song Contest mit „Frauen regier’n die Welt“ oder der Sendung „Hit-Giganten“ kennt man den lässigen Jazzsänger mit seiner Bigband unter Lutz Krajenski und seinen witzig-ironischen Texten von Frank Ramond. Das aktuelle Album „Artgerecht“ stieg gleich auf Platz zwei ein.
Roger Cicero ist es als „One-Man-Boygroup“ gelungen, den Swing und Jazz zurück nach Deutschland zu holen. Er bedient eine Sparte, die nur so auf ihn gewartet zu haben scheint: Bigband-Sound, smarter Frauenschwarm, lustige, tiefsinnige bis romantische Texte und eine Stimme, die so variieren kann, dass sie sowohl die große Masse wie auch den kleinen feinen Jazzkenner-Kreis anspricht.
Der Orchesterchef und Bandleader James Last schaut auf eine riesige Discographie und Erfolge wie dem Hit Biscaya oder der Titelmelodie von Traumschiff zurück. Doch seine Biographie ist noch lange nicht zu Ende geschrieben: Denn mit „Musik ist meine Welt“ ist er 2011 wieder auf Tour und nicht in Kur.
Wenn ein 81-jähriger wie verrückt vor einem Orchester auf der Bühne rumhüpft, dann kann das nur James (Hansi) Last sein. Wer geglaubt hat, dass der Entertainer nach seiner erfolgreichen Tour zu seinem 80. Geburtstag zur Ruhe kommt, hat sein schmunzelndes Lächeln und seine leuchtenden Augen unterschätzt. „Erst wenn der Deckel zuklappt, ist es vorbei“, kommentiert Last trocken auf die Frage, wann er sich von seinem treuen Publikum zu verabschieden gedenkt.
Bebop ist eine in den 1940er Jahren entstandene Stilrichtung des Jazz, die sich von seinem Vorgänger, dem Swing, hauptsächlich in Komplexität und Besetzung unterscheidet. Rasende Tempi und ausufernde Soloimprovisationen waren dabei keine Seltenheit.
Als in den 1940er Jahren die Mittel des Swing allmählich ausgeschöpft waren und der Erfolg vieler Big Bands kaum mehr zu übertreffen schienen, war die Stunde gekommen. Die Geburtsstunde des Bebop. Jungemotivierte Musiker trafen sich vornehmlich in der Gegend um Harlem, um in gemeinsamen Jamsessions dem Jazz neuen Auftrieb zu geben.
Unter den Kreativen befanden sich schillernde Persönlichkeiten wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk. Der primäre Unterhaltungscharakter der Big Band war den selbstbewussten jungen Musikern zu bieder geworden. Sie wollten anspruchsvollere Musik machen, die kunstvoller und deutlich komplexer daher kam als die Musik der Vorjahre.
Swing ist eine Stilrichtung des Jazz, die sich in der Mitte der 20er Jahre entwickelte und von 1935 bis 1945 ihre Blütezeit erlebte. Auch heute noch gilt er als der populärste aller Jazzstile. Woran das liegt, soll hier geklärt werden.
Jazz war zwar schon immer im Grunde Unterhaltungsmusik, aber nicht immer auch leichte Kost für den Otto-Normal-Verbraucher. Die Komplexität des Bebop, die kühle Haltung des Cool Jazz oder die Freiheiten in der Improvisation des Free Jazz überfordern den ein oder anderen Hörer derartig, dass man heutzutage dazu neigt, diese anspruchsvollen Formen des Jazz sogar der E-Musik zuzuordnen. Beim Swing war und ist das anders. Die Popularität dieses Jazzstiles fußt nicht zuletzt in der vergleichsweise einfach verständlichen Spielart und im wirkungsvollen Auftreten der groß besetzten Big Bands. In der Swing-Ära entwickelte sich nicht ohne Grund eine ausgeprägte Tanzkultur.