Eine kreischende Trompete, ein säuselndes Saxophon, ein brummender Bass, ein brillantes Klavier… – Die Lebensgeister des Jazz erwachen vor allem dann, wenn sie live in Erscheinung treten. Wo man den Jazz in seiner ganzen Vielfalt erleben kann, erfahren Sie hier. Wir haben die besten Jazz-Clubs Deutschlands für Sie zusammengetragen.
Zugegeben: Berlin, Hamburg oder Köln sind nicht New York, Chicago oder New Orleans, trotzdem hat Deutschland eine ganze Menge toller Locations zu bieten, in denen Jazz live zur Aufführung kommt. Bei einem Martini, Wein oder Whiskey kann man dort in toller Atmosphäre in Melodien schwelgen, zu exotischen Rhythmen tanzen oder einfach nur einen entspannten Abend verbringen. Wir haben eine Liste der besten Jazz-Clubs Deutschlands für Sie zusammengestellt. Also nix wie hin und rein da!
Nachdem er im vergangenen Jahr seinen Liederzyklus “All Days Are Nights – Songs for Lulu” veröffentlichte, folgt 2011 nun ein Best-Of-Rufus-Wainwright bestehend aus insgesamt 13 CDs und 6 DVDs. Das limitierte Box-Set „House of Rufus“ erscheint am 15.07. via Universal.
Mit seinen 37 Jahren hat Rufus Wainwright bereits alle Facetten des Musikbusiness kennenlernen dürfen. Als Sohn eines Folkmusikers lernte er im zarten Alter von 6 Jahren das Spiel auf dem Klavier. Bereits als 13-Jähriger ging er mit Mutter, Tante und Schwester Martha auf Tournee, studierte Rock-Piano und beschäftigte sich mit Opern und internationalem Liedgut à la Judy Garland und Edith Piaf.
Im Jahr 1998 erschien sein erstes Album, seitdem hat er insgesamt 6 Studioalben produziert und zahlreiche Konzerte überall auf der Welt gegeben. Da wird es doch tatsächlich einmal Zeit für ein Best-Of. Dabei ist „House of Rufus“ doch so viel mehr als das, denn es ist eben gerade nicht nur eine Auswahl der besten Stücke aus 37 Jahren Rufus Wainwright, sondern seine gesamte Diskographie vereint in einem Box-Set.
Im Juli ist es wieder so weit: Das Köpenicker Blues- und Jazzfestival “Jazz in Town” öffnet zum 16. Mal seine Pforten für Freunde swingender Rhythmen, großer Stimmen und „blauer“ Töne. Der Rathaus-Innenhof im Berliner Stadtteil Köpenick wird kurzerhand zum Festival-Gelände erklärt.
Wie in jedem Jahr geben sich auch beim diesjährigen Köpenicker Blues- und Jazzfestival „Jazz in Town“ nationale und internationale Jazzgrößen die Klinke in die Hand. Vertreten sind sowohl deutsche Musiker wie die Sängerin Joy Fleming, Schriftsteller und Sänger Manfred Krug oder Saxophonist Klaus Doldinger, als auch internationale Kollegen wie die US-Amerikaner Curtis Stigers, John Lee Hooker Jr. oder Jocelyn B. Smith, der britische Posaunist Chris Barber oder der australische Gitarrist Tommy Emmanuel.
“Don’t Worry, Be Happy!” öffnete Bobby McFerrin 1988 die Tore ins internationale Musikbusiness und erhellte die Gemüter seiner Fans. Dank seiner einzigartigen Stimme, die er wie ein Akrobat durch sämtliche Genre und Stile jongliert, zählt er noch heute zur Crème de la Crème der Musikwelt.
Bobby McFerrin ist geboren, um die Welt mit seiner Stimme zu verzaubern. Dem Sohn des ersten afroamerikanischen Opernsängers an der berühmten Metropolitan Opera in New York war sein musikalisches Talent quasi schon in die Wiege gelegt worden. Mit großen Augen und weit aufgesperrten Ohren verfolgte er die Unterrichtsstunden, die sein Vater seinen Gesangsschülern erteilte.
Im Alter von 6 Jahren bekam er erstmals Instrumental-Unterricht, zu Beginn am Klavier, später auch im Flöten- und Klarinettenspiel. Seine Karriere als Musiker startete er zunächst als Instrumentalist, er trat erst mit 27 Jahren auch als Sänger in Erscheinung. Als 1981 der erste Plattenvertrag winkte, nutzte er die Chance und zog sein Ass aus dem Ärmel. Auf seinem selbstbetitelten Debüt-Album beeindruckte er bereits mit der Wandelbarkeit und Flexibilität seiner Stimme. Als wäre es die leichteste Übung der Welt, wechselt er ohne hörbaren Bruch von der tiefen Brust- in die hohe Falsettstimme.
Spätestens seit dem Eurovision Song Contest mit „Frauen regier’n die Welt“ oder der Sendung „Hit-Giganten“ kennt man den lässigen Jazzsänger mit seiner Bigband unter Lutz Krajenski und seinen witzig-ironischen Texten von Frank Ramond. Das aktuelle Album „Artgerecht“ stieg gleich auf Platz zwei ein.
Roger Cicero ist es als „One-Man-Boygroup“ gelungen, den Swing und Jazz zurück nach Deutschland zu holen. Er bedient eine Sparte, die nur so auf ihn gewartet zu haben scheint: Bigband-Sound, smarter Frauenschwarm, lustige, tiefsinnige bis romantische Texte und eine Stimme, die so variieren kann, dass sie sowohl die große Masse wie auch den kleinen feinen Jazzkenner-Kreis anspricht.
Der Orchesterchef und Bandleader James Last schaut auf eine riesige Discographie und Erfolge wie dem Hit Biscaya oder der Titelmelodie von Traumschiff zurück. Doch seine Biographie ist noch lange nicht zu Ende geschrieben: Denn mit „Musik ist meine Welt“ ist er 2011 wieder auf Tour und nicht in Kur.
Wenn ein 81-jähriger wie verrückt vor einem Orchester auf der Bühne rumhüpft, dann kann das nur James (Hansi) Last sein. Wer geglaubt hat, dass der Entertainer nach seiner erfolgreichen Tour zu seinem 80. Geburtstag zur Ruhe kommt, hat sein schmunzelndes Lächeln und seine leuchtenden Augen unterschätzt. „Erst wenn der Deckel zuklappt, ist es vorbei“, kommentiert Last trocken auf die Frage, wann er sich von seinem treuen Publikum zu verabschieden gedenkt.
Gary Moore landete mit „Still Got the Blues“ einen weltweiten Erfolg. Die virtuosen Gitarrenriffs des Nordiren erinnern an den Rock-Sound von Deep Purple, aber der vielseitige Musiker spielte auch Blues mit B.B. King oder mit Phil Lynott in Thin Lizzy und ersetzte Ex-Cream-Mitglied Eric Clapton für BBM.
Mit seinem musikalischen Wegbegleiter und Freund Phil Lynott fing Anfang der 70er Jahre die Karriere des Gitarristen, Komponisten und Sängers Gary Moore an. Sein Weg führte ihn über verschiedene Musikstile und ließ ihn an der Seite vieler namenhafter Musiker spielen, bis er im Februar 2011 selbst als Legende an einem Herzinfarkt verstarb.
Der Hamburger Hafen jazzt wieder. Mit dabei ist in diesem Jahr Paolo Nutini: Mit dem von ihm geschriebenen Song „New Shoes“ sang Lena Meyer-Landrut sich im Vorentscheid des Grand-Prix in die Herzen der Deutschen. Doch der smarte Songwriter und Shootingstar hat auch das Zeug zur Jazzlegende.
Das ELBJAZZ Festival verbindet ungewöhnliche Locations mit nationalen Newcomern und internationalen Jazzlegenden. An zwei Tagen stranden Menschen in der norddeutschen Hafenstadt, um sich vom Jazz davontreiben zu lassen.
Am 27. und 28. Mai 2011 geht es wieder los: In kleinen Bars an der Hafenkante, leeren Hallen, auf dem Wasser und mit der Nase im Wind geben Jazzlegenden und Newcomer 50 Konzerte auf 10 Bühnen. Die Mischung aus Hafenflair und hochkarätigem Jazz macht das ELBJAZZ Festival zu einem besonderen Ereignis, das immer für Überraschungen gut ist.
Amos Lee hat mit seinem 4. Album „Mission Bell“ alles erreicht, was ein Künstler sich nur wünschen kann: Platz 1 der US Billboardcharts und Auftritte in rappelvollen Hallen. Seine Konzerte in Berlin und Hamburg sind bereits restlos ausverkauft.
Amos Lee hat eine Gabe. Die Gabe, Menschen mit seiner Musik zu verzaubern. Der Zauberkünstler scheint nahezu dafür geboren zu sein, gefühlvollen Worten mit seiner warmen sanften Stimme Seele einzuhauchen. Mit seiner ganz eigenen Mischung aus Soul, Jazz und Folk hat er es zunächst ins Vorprogramm von Musikgrößen wie B. B. King, Norah Jones und Bob Dylan geschafft, um dann selbst auf den großen Bühnen der Welt durchzustarten. Sein kürzlich erschienenes 4. Album „Mission Bell“ ist sein bisher größter Erfolg.
Anstatt „am Ende des Tages“, nachdem er ein neues Album unter selbigem Titel fertig gestellt hat, mit schönen Frauen – wie Nadja Auermann etwa – auf dem Sofa zu lümmeln und ausnahmsweise mal Musik zu hören statt zu machen, gibt Till Brönner lieber Konzerte – und geht gleich mal auf Tour.
Der wohl erfolgreichste deutsche Jazztrompeter Till Brönner ist derzeit auf Tour mit seinem neuen Album „At the End of the Day“, welches am 15. Oktober 2010 erschien. Der einzige deutsche Weltstar im Jazz zeigt aber auch andere Facetten.