Miles Davis

Instrumentenkunde Teil 3: Die Trompete

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Die Trompete ist im Grunde genommen ein Sprachrohr, das die Möglichkeiten der menschlichen Stimme, Emotionen hörbar zu machen, ins Unermessliche erweitert. Wir haben sie uns im Rahmen unserer Instrumentenkundereihe einmal genauer angeschaut.


„Die Trompete zeigt mir innerhalb kurzer Zeit ob ich gut drauf bin, oder nicht. Jeder Fehler auf diesem Instrument ist alleine auf den Spieler zurückzuführen – das hat eiserne Disziplin zur Folge.“, sagte der wohl erfolgreichste deutsche Jazztrompeter Till Brönner einst in einem Interview auf releasetime.de über sich und sein Instrument. Und gerade diese besagte eiserne Disziplin, die es erfordert der Trompete wohlklingende Laute zu entlocken, scheint für viele Musiker der Anreiz zu sein, sich gerade mit diesem Blechblasinstrument zu beschäftigen.

   


Geschrieben am 28.09.2011 weiterlesen »

Instrumentenkunde Teil 2: Der Kontrabass

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Der Kontrabass ist ein sehr vielseitig einsetzbares Saiteninstrument, das sowohl im Sinfonieorchester als auch in Jazz- und Rock’n’Roll-Ensembles zum Einsatz kommt und entweder gestrichen oder gezupft werden kann.

Als tiefstes, größtes und wohl imposantestes Instrument der Streicherfamilie hat sich der Kontrabass sowohl in der E-Musik, als auch in der U-Musik einen festen Platz erspielt. Im klassischen Sinfonieorchester ist er genauso ständiger Bestandteil, wie in zahlreichen Jazz-Ensembles und Rockabilly bzw. Rock’n’Roll Bands. Seinen Namen erhält er von der tiefen Kontraoktave, die noch unter der Großen Oktave angesiedelt ist.

   


Geschrieben am 7.09.2011 weiterlesen »

Charlie Parker ist nicht einmal 35 Jahre alt geworden. Nichtsdestotrotz gilt er als eine der wohl schillerndsten Persönlichkeiten im Jazzbusiness der 40er Jahre und als Schöpfer des Bebop. Sein einzigartiger Umgang mit dem Saxophon bescherte ihm den Spitznamen Bird.

Charlie Parker gehört nicht in die Riege der Wunderkinder, die mit 5 Jahren die Liebe zu ihrem Instrument entdecken und mit 8 das erste Mal auf großen Bühnen stehen. Charlie Parker interessierte sich in seiner Schulzeit zwar bereits für Blasmusik und spielte gar in einem Orchester das Tenorhorn, seine Leidenschaft für das Saxophon, mit dem er später in die Geschichte eingehen sollte, entdeckte er allerdings erst im Alter von 17 Jahren.

Charlie Parker: Vom Autodidakten zum Profi

Hatte die Suche nach dem passenden Instrument lange angedauert, so sollte sein Aufstieg vom Amateur zum Profi umso schneller erfolgen. Kaum hatte er sich mit dem tiefen Holzblasinstrument angefreundet, spielte er auch schon in verschiedenen Bands und Orchestern. Sein Wissen über Musiktheorie und die richtige Intonation ließ allerdings vorerst zu wünschen übrig. So lange, bis ein einschneidendes Erlebnis alles verändern sollte…

   


Geschrieben am 17.08.2011 weiterlesen »

Hard Bop: Schwarz, ohne Milch und Zucker!

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Der Hard Bop entwickelte sich Mitte der 50er Jahre als Gegenstück zum eher introvertierten Cool Jazz aus dem Bebop. Härter, temperamentvoller, aber zugleich ein wenig reduzierter als sein Vorgänger zeigte er sich hörbar von Blues- und Soulelementen beeinflusst.

Während sich der Cool Jazz Ende der 1940er Jahre als eher avantgardistische Variante des Bebop entwickelte, entstand ein wenig später (Mitte der 50er) der Hard Bop vornehmlich unter der Federführung afroamerikanischer Musiker. Elemente aus Soul und Blues hauchten dem Bebop neues Leben ein und verursachten den (wortwörtlich) härteren Klang des Hard Bop. Als Gegenstück zur introvertierten Spielart des Cool Jazz wirkte der Hard Bop deutlich animalischer, gleichsam unterhaltsamer und attraktiver für zahlendes Publikum. Was nicht heißen soll, dass Hard Bop als „leichte Kost“ zu gelten hat.

   


Geschrieben am 15.06.2011 weiterlesen »

Cool Jazz ist, wie der Name schon sagt, einer der kühlsten oder auch introvertiertesten unter den Stilen des Jazz. Er entwickelte sich Ende der 1940er Jahre aus dem Bebop und verstand sich in erster Linie als Kunstmusik.

Cool Jazz heißt so viel wie kühler oder introvertierter Jazz, ist deswegen aber keinesfalls kalt oder gar emotionslos. Er ist schlicht und einfach entspannter, zurückhaltender und dennoch komplexer als seine Vorgänger. Er entwickelte sich aus dem ohnehin vergleichsweise vielschichtigen Bebop und wurde stark beeinflusst durch die europäische E-Musik-Tradition.

   


Geschrieben am 11.05.2011 weiterlesen »

Chick Corea: Eine lebende Jazzlegende

Kategorie: Berühmte Musiker // Geschrieben von Christin

Chick Corea ist wahrlich eine lebende Jazzlegende. Seit etwa 45 Jahren rührt er aktiv im Melting Pot des Jazz herum und denkt gar nicht daran aufzuhören. Er ruht sich nicht auf seinen vergangenen Erfolgen aus, er feiert sie noch heute. Kaum ein anderer alter Jazzhase ist derzeit so produktiv wie er.

Chick Corea wurde die Leidenschaft zur Musik im wahrsten Sinne des Wortes in die Wiege gelegt. Sein Vater, seinerseits selbst Bandleader, zeigte ihm schon im zarten Alter von 4 Jahren die ersten Handgriffe auf dem Klavier und brachte ihm sowohl die klassische Musik als auch zeitgenössische Jazz-Musik näher. Zunächst war es vor allem der Soul Jazz, eine durch eingängige Melodien geprägte langsame Spielart des Funk, die es ihm mächtig angetan hatte. Horace Silver und Bud Powell gehörten zu den Vorbildern des jungen Chick Corea, der erste Gigs spielte und 1966 schließlich seine erste Soloplatte mit dem Titel „Tones for Joan’s Bones“ auf den Markt brachte. Diese sollte ihm allerdings noch nicht den erwünschten Erfolg bescheren.

   


Geschrieben am 20.04.2011 weiterlesen »

Unvergessen bleibt Miles Davis’ Interpretation von “Time after time” und die Spontaneität des Jazztrompeters auf dem meistverkauften Jazzalbum überhaupt: “Kind of Blue”. Ob im Quintett für das modale Milestones-Album oder als Solist an der Seite anderer Jazzlegenden, sind seine Songs nicht “all blues”, aber doch “kind of blue”.

Miles Davis © flickr tompalumbo

Wenn im Radio eine coole Trompete mit einer bluesigen Note jazzt, dann ist das kein anderer als der Jazztrompeter, Flügelhornist und Komponist Miles Dewey Davis. Der 1991 verstorbene US-amerikanische Musiker hat den Jazz eingängig geprägt und ihm immer wieder neue Gesichter entlockt.

   


Geschrieben am 30.03.2011 weiterlesen »

Die Geschichte des Jazz

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Ryan

Die Geschichte des Jazz ist schwer zu fassen, denn sie erstreckt sich über 150 Jahre voller Ereignisse, die eine Großzahl verschiedener Stilrichtungen hervorbrachten. Hier soll es zunächst einmal um die Wurzeln dieser einzigartigen, wie vielschichtigen Musik gehen.

Brass Band © Flickr / timsnell

Jazz ist nicht gleich Jazz. Das war noch nie so und das wird auch nie so sein. Neben den einzelnen Stilrichtungen wie Free Jazz, Bebop, Hardbop, Fusion und Co. sind auch Tendenzen der Entwicklung zu verzeichnen, die allein auf persönliche Spielarten einzelner Musiker zurück gehen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Kein anderer hat die Jazztrompete je wieder so zum Klingen gebracht, wie es Miles Davis einst tat. Seine legendären Soli und Improvisationen, sowie sein Ansatz die Trompete zu blasen, gehen als sein Personalstil in die Geschichte ein.

   


Geschrieben am 15.12.2010 weiterlesen »