Saxophon

Der Reduta Jazz Club in Prag ist nicht nur eine der bekanntesten kulturellen Institutionen der Moldau-Stadt, sondern auch der älteste noch bestehende Jazz-Club Europas. Warum sich ein Besuch in jedem Fall lohnt, erfahren Sie hier.

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen. So will ich heute von meinem Besuch im ältesten noch bestehenden Jazz-Club Europas berichten, der in einer der wohl schönsten Hauptstädte unseres Kontinents beheimatet ist. Das Reduta in Prag blickt auf eine lange Geschichte voller Glanzlichter zurück. So gingen und gehen im Reduta immer noch Szenegrößen wie Wynton Marsalis, Acker Bilk, Tony Scott, Cecil Taylor, Tomasz Stanko und Chris Barber ein und aus.

   


Geschrieben am 5.10.2011 weiterlesen »

Instrumentenkunde Teil 3: Die Trompete

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Die Trompete ist im Grunde genommen ein Sprachrohr, das die Möglichkeiten der menschlichen Stimme, Emotionen hörbar zu machen, ins Unermessliche erweitert. Wir haben sie uns im Rahmen unserer Instrumentenkundereihe einmal genauer angeschaut.


„Die Trompete zeigt mir innerhalb kurzer Zeit ob ich gut drauf bin, oder nicht. Jeder Fehler auf diesem Instrument ist alleine auf den Spieler zurückzuführen – das hat eiserne Disziplin zur Folge.“, sagte der wohl erfolgreichste deutsche Jazztrompeter Till Brönner einst in einem Interview auf releasetime.de über sich und sein Instrument. Und gerade diese besagte eiserne Disziplin, die es erfordert der Trompete wohlklingende Laute zu entlocken, scheint für viele Musiker der Anreiz zu sein, sich gerade mit diesem Blechblasinstrument zu beschäftigen.

   


Geschrieben am 28.09.2011 weiterlesen »

Das JazzFest Berlin 2011 findet in diesem Jahr vom 02. bis 06. November statt und steht zum letzten Mal unter der Schirmherrschaft des schwedischen Posaunisten Nils Landgren. Seit 2001 führt er das Jazz Festival als künstlerischer Leiter, nun gibt er das Zepter ab.

200 Musiker/Innen in 32 Jazzensembles und insgesamt 24 Veranstaltungen sind beim diesjährigen JazzFest Berlin zu erleben. Im Mittelpunkt steht 2011 vor allem die vielfältige und kreative polnische Jazzszene, die sich sowohl live präsentiert als auch in einer ihr gewidmeten Ausstellung zu bewundern ist. Im Martin Gropius Bau bietet die Ausstellung mit dem Titel „Tür an Tür. Polen – Deutschland. 1000 Jahre Kunst und Geschichte“ einen Einblick in das polnische Musikleben und seine Beziehungen zur hiesigen Aufführungspraxis.

   


Geschrieben am 21.09.2011 weiterlesen »

Instrumentenkunde Teil 1: Das Saxophon

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Das Saxophon scheint wie kaum ein anderes Instrument mit dem Jazz verheiratet zu sein. Seine Wandelbarkeit vom tiefen, warmen bis hin zum schrill coolen Klang harmoniert perfekt mit der Vielschichtigkeit, die der Jazzmusik seit jeher eigen ist.

Das Saxophon wurde 1840 von seinem Namensgeber Adolphe Sax entwickelt und ursprünglich sowohl für Sinfonieorchester als auch für den Gebrauch im Bereich der Marschmusik konzipiert. Während es im Sinfonieorchester nie einen festen Platz ergattern konnte, hat das Saxophon im Jazz seinen Siegeszug angetreten und ist beispielsweise aus der klassischen Big Band kaum mehr wegzudenken.

   


Geschrieben am 24.08.2011 weiterlesen »

Charlie Parker ist nicht einmal 35 Jahre alt geworden. Nichtsdestotrotz gilt er als eine der wohl schillerndsten Persönlichkeiten im Jazzbusiness der 40er Jahre und als Schöpfer des Bebop. Sein einzigartiger Umgang mit dem Saxophon bescherte ihm den Spitznamen Bird.

Charlie Parker gehört nicht in die Riege der Wunderkinder, die mit 5 Jahren die Liebe zu ihrem Instrument entdecken und mit 8 das erste Mal auf großen Bühnen stehen. Charlie Parker interessierte sich in seiner Schulzeit zwar bereits für Blasmusik und spielte gar in einem Orchester das Tenorhorn, seine Leidenschaft für das Saxophon, mit dem er später in die Geschichte eingehen sollte, entdeckte er allerdings erst im Alter von 17 Jahren.

Charlie Parker: Vom Autodidakten zum Profi

Hatte die Suche nach dem passenden Instrument lange angedauert, so sollte sein Aufstieg vom Amateur zum Profi umso schneller erfolgen. Kaum hatte er sich mit dem tiefen Holzblasinstrument angefreundet, spielte er auch schon in verschiedenen Bands und Orchestern. Sein Wissen über Musiktheorie und die richtige Intonation ließ allerdings vorerst zu wünschen übrig. So lange, bis ein einschneidendes Erlebnis alles verändern sollte…

   


Geschrieben am 17.08.2011 weiterlesen »

Free Jazz: Feel free, play Jazz!

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Free Jazz ist Ausdruck grenzenloser Freiheit. Und trotzdem ist Free Jazz nicht frei von Regeln. Scheint eine Improvisation auch noch so frei erdacht, liegen ihr doch bestimmte Muster, Werte und Formvorgaben zu Grunde.

“Let’s play the music and not the background”, sagte einst Saxophonist Ornette Coleman und prägte damit den Leitspruch einer ganz neuen Ära der Jazzmusikgeschichte. Das was bereits Anfang des 20. Jahrhunderts in der klassischen E-Musik passierte, sollte in den 60er Jahren auch im Jazz Niederschlag finden. Musiker wie Ornette Coleman, John Coltrane und Cecil Taylor loteten nicht nur die Grenzen der Tonalität aus, sondern sprengten auch sämtliche Genre- und Formvorstellungen. Das führte gar soweit, dass man ein gesamtes Konzert als eine Art Jam-Session organisierte, in der keinerlei Noten oder sogenannte Leadsheets verwendet worden sind.

   


Geschrieben am 27.07.2011 weiterlesen »

Lyambiko – deutsche Sängerin mit afrikanischen Wurzeln – wurde am vergangenen Freitag offiziell mit dem Echo Jazz als beste Sängerin national ausgezeichnet. Wir stellen die Preisträgerin im Portrait vor.

Sandy Müller, alias Lyambiko, hat die Musik nahezu in die Wiege gelegt bekommen. Ihr Vater, dessen Nachnamen sie zu ihrem Künstlernamen machte, stammt aus Tansania und war selbst in Chören und Jazzcombos als Sänger tätig. Auch ihr Großvater lebte den Traum von der großen Musikkarriere schon in den Dreißigerjahren, nun führt seine Enkelin ihn fort.

   


Geschrieben am 22.06.2011 weiterlesen »

Schon zum 13. Mal beschert uns das Enjoy Jazz 2011 in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen einen musikalischen Herbst. Das von der EU geförderte Internationale Festival für Jazz und Anderes wartet von Anfang Oktober bis Mitte November mit Topacts wie Sonny Rollins und dem Pat Metheny Trio auf.

Das seit 1999 jährlich stattfindende Enjoy Jazz Festival, das ursprünglich einer bloßen Reihe locker aneinander gefügter Konzerte entsprang, kann auch in diesem Jahr wieder mit Stars der nationalen und internationalen Jazzwelt brillieren. Neben einem der wohl begabtesten deutschen Jazzpianisten Edgar Knecht werden unter anderem auch alte Hasen des Jazzbusiness wie der über 80-jährige Tenor-Saxophonist Sonny Rollins auf der Bühne stehen. Als Headliner wird der alte Haudegen dem Festival am 18. November einen garantiert krönenden Abschluss bescheren.

   


Geschrieben am 8.06.2011 weiterlesen »

Bebop – Jazz mit Anspruch

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Bebop ist eine in den 1940er Jahren entstandene Stilrichtung des Jazz, die sich von seinem Vorgänger, dem Swing, hauptsächlich in Komplexität und Besetzung unterscheidet. Rasende Tempi und ausufernde Soloimprovisationen waren dabei keine Seltenheit.

Als in den 1940er Jahren die Mittel des Swing allmählich ausgeschöpft waren und der Erfolg vieler Big Bands kaum mehr zu übertreffen schienen, war die Stunde gekommen. Die Geburtsstunde des Bebop. Junge motivierte Musiker trafen sich vornehmlich in der Gegend um Harlem, um in gemeinsamen Jamsessions dem Jazz neuen Auftrieb zu geben.

Unter den Kreativen befanden sich schillernde Persönlichkeiten wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk. Der primäre Unterhaltungscharakter der Big Band war den selbstbewussten jungen Musikern zu bieder geworden. Sie wollten anspruchsvollere Musik machen, die kunstvoller und deutlich komplexer daher kam als die Musik der Vorjahre.

   


Geschrieben am 19.01.2011 weiterlesen »

Swing – Ära der Big Band

Kategorie: Rund um den Jazz // Geschrieben von Christin

Swing ist eine Stilrichtung des Jazz, die sich  in der Mitte der 20er Jahre entwickelte und von 1935 bis 1945 ihre Blütezeit erlebte. Auch heute noch gilt er als der populärste aller Jazzstile. Woran das liegt, soll hier geklärt werden.

Jazz war zwar schon immer im Grunde Unterhaltungsmusik, aber nicht immer auch leichte Kost für den Otto-Normal-Verbraucher. Die Komplexität des Bebop, die kühle Haltung des Cool Jazz oder die Freiheiten in der Improvisation des Free Jazz überfordern den ein oder anderen Hörer derartig, dass man heutzutage dazu neigt, diese anspruchsvollen Formen des Jazz sogar der E-Musik zuzuordnen. Beim Swing war und ist das anders. Die Popularität dieses Jazzstiles fußt nicht zuletzt in der vergleichsweise einfach verständlichen Spielart und im wirkungsvollen Auftreten der groß besetzten Big Bands. In der Swing-Ära entwickelte sich nicht ohne Grund eine ausgeprägte Tanzkultur.

   


Geschrieben am 12.01.2011 weiterlesen »
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