Kategorie: News, Releases // Geschrieben von Christin
Die Musiker der Jazzkantine gingen schon immer ungewöhnliche, grenzüberschreitende Wege. So mischten sie beispielsweise Jazz und Hip-Hop ohne Rücksicht auf Verluste oder empörte Kritikerstimmen. Nun widmen sie sich auf ihrem neuen Album dem deutschen Volksliedgut und präsentieren dieses in einem ungewöhnlich modernen Gewand.
Lieder wie „Kein schöner Land“, „Die Gedanken sind frei“ oder gar „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“, das einem noch als Singspiel aus Kindertagen bekannt vorkommen sollte, scheinen für die gestandenen Musiker der Jazzkantine eine ganz neue Herausforderung darzustellen. Auf „Jazzkantine spielt Volkslieder“, ihrem neuen Album, das seit Ende März im Handel erhältlich ist, widmen sie sich diesen und anderen deutschen Volksliedern und lassen diese – getreu nach dem Motto: „Aus alt mach neu“ – in bisher unerhörter Weise erklingen. Sänger Cappuccino verleiht den Songs mit seiner rauen, unverwechselbaren Stimme den letzten Schliff.
Weihnachtslieder gehören zu Weihnachten, wie der Schnee zum Winter. Und so verwundert es kaum, dass fast jeder bekannte und weniger bekannte Musiker heutzutage ein Weihnachtsalbum auf den Markt wirft. Da fällt die Entscheidung für das Richtige bekanntlich nicht immer ganz leicht…
Wir wollen Ihnen zumindest hinsichtlich der Auswahl an jazzigen Weihnachtsalben die Entscheidung ein wenig erleichtern und Ihnen einige von uns für gut befundene CDs vorstellen, die Ihren Weihnachtsabend und die Vorweihnachtszeit versüßen könnten.
Spätestens seit dem Eurovision Song Contest mit „Frauen regier’n die Welt“ oder der Sendung „Hit-Giganten“ kennt man den lässigen Jazzsänger mit seiner Bigband unter Lutz Krajenski und seinen witzig-ironischen Texten von Frank Ramond. Das aktuelle Album „Artgerecht“ stieg gleich auf Platz zwei ein.
Roger Cicero ist es als „One-Man-Boygroup“ gelungen, den Swing und Jazz zurück nach Deutschland zu holen. Er bedient eine Sparte, die nur so auf ihn gewartet zu haben scheint: Bigband-Sound, smarter Frauenschwarm, lustige, tiefsinnige bis romantische Texte und eine Stimme, die so variieren kann, dass sie sowohl die große Masse wie auch den kleinen feinen Jazzkenner-Kreis anspricht.
Unvergessen bleibt Miles Davis’ Interpretation von “Time after time” und die Spontaneität des Jazztrompeters auf dem meistverkauften Jazzalbum überhaupt: “Kind of Blue”. Ob im Quintett für das modale Milestones-Album oder als Solist an der Seite anderer Jazzlegenden, sind seine Songs nicht “all blues”, aber doch “kind of blue”.
Wenn im Radio eine coole Trompete mit einer bluesigen Note jazzt, dann ist das kein anderer als der Jazztrompeter, Flügelhornist und Komponist Miles Dewey Davis. Der 1991 verstorbene US-amerikanische Musiker hat den Jazz eingängig geprägt und ihm immer wieder neue Gesichter entlockt.
Der Orchesterchef und Bandleader James Last schaut auf eine riesige Discographie und Erfolge wie dem Hit Biscaya oder der Titelmelodie von Traumschiff zurück. Doch seine Biographie ist noch lange nicht zu Ende geschrieben: Denn mit „Musik ist meine Welt“ ist er 2011 wieder auf Tour und nicht in Kur.
Wenn ein 81-jähriger wie verrückt vor einem Orchester auf der Bühne rumhüpft, dann kann das nur James (Hansi) Last sein. Wer geglaubt hat, dass der Entertainer nach seiner erfolgreichen Tour zu seinem 80. Geburtstag zur Ruhe kommt, hat sein schmunzelndes Lächeln und seine leuchtenden Augen unterschätzt. „Erst wenn der Deckel zuklappt, ist es vorbei“, kommentiert Last trocken auf die Frage, wann er sich von seinem treuen Publikum zu verabschieden gedenkt.
Der Hamburger Hafen jazzt wieder. Mit dabei ist in diesem Jahr Paolo Nutini: Mit dem von ihm geschriebenen Song „New Shoes“ sang Lena Meyer-Landrut sich im Vorentscheid des Grand-Prix in die Herzen der Deutschen. Doch der smarte Songwriter und Shootingstar hat auch das Zeug zur Jazzlegende.
Das ELBJAZZ Festival verbindet ungewöhnliche Locations mit nationalen Newcomern und internationalen Jazzlegenden. An zwei Tagen stranden Menschen in der norddeutschen Hafenstadt, um sich vom Jazz davontreiben zu lassen.
Am 27. und 28. Mai 2011 geht es wieder los: In kleinen Bars an der Hafenkante, leeren Hallen, auf dem Wasser und mit der Nase im Wind geben Jazzlegenden und Newcomer 50 Konzerte auf 10 Bühnen. Die Mischung aus Hafenflair und hochkarätigem Jazz macht das ELBJAZZ Festival zu einem besonderen Ereignis, das immer für Überraschungen gut ist.
Das neue Album „Küssen kann man nicht alleine“ des Bariton im Stil der „Comedian Harmonists“ aus den Zwanzigern, Max Raabe & Palast Orchester, erschien am 28. Januar 2011. Jetzt sind sie damit aktuell auf Tournee durch Deutschland. Doch nächstes Jahr soll es damit um die ganze Welt gehen.
Das Frack sitzt wie eh und je, die Haare sind nach hinten gelegt und glänzen, ein verschmitztes Lächeln zaubert sich auf Raabes Lippen und er singt uns mit heiterer Wehmut zurück in die zwanziger, frühen dreißiger Jahre und ist doch zeitlos wie kein anderer.
Alive and Swinging ist eine Tour der deutschen Musiker Xavier Nadioo, Sasha, Rea Carvey und dem Komiker Michael Mittermeier. Mit den Konzerten im Entertainer-Swing-Stil – einer Hommage an das legendäre “Rat Pack” - tourt das Ensemble durch deutsche Städte.
Ab Ende Januar 2011 gehen die vier Künstler Rea Carvey, Sasha, Xavier Naidoo und Michael Mittermeier mit ihrem einzigartigen Bühnenprogramm „Alive and Swingin’“ auf große Deutschland-Tour. Im Stil des einzigartigen „The Rat Pack“ Sammy Davis Jr., Dean Martin, Frank Sinatra, und Joey Bishop werden Mittermeier & Co. ein musikalisches Feuerwerk zünden.
Bebop ist eine in den 1940er Jahren entstandene Stilrichtung des Jazz, die sich von seinem Vorgänger, dem Swing, hauptsächlich in Komplexität und Besetzung unterscheidet. Rasende Tempi und ausufernde Soloimprovisationen waren dabei keine Seltenheit.
Als in den 1940er Jahren die Mittel des Swing allmählich ausgeschöpft waren und der Erfolg vieler Big Bands kaum mehr zu übertreffen schienen, war die Stunde gekommen. Die Geburtsstunde des Bebop. Jungemotivierte Musiker trafen sich vornehmlich in der Gegend um Harlem, um in gemeinsamen Jamsessions dem Jazz neuen Auftrieb zu geben.
Unter den Kreativen befanden sich schillernde Persönlichkeiten wie Charlie Parker, Dizzy Gillespie und Thelonious Monk. Der primäre Unterhaltungscharakter der Big Band war den selbstbewussten jungen Musikern zu bieder geworden. Sie wollten anspruchsvollere Musik machen, die kunstvoller und deutlich komplexer daher kam als die Musik der Vorjahre.
Swing ist eine Stilrichtung des Jazz, die sich in der Mitte der 20er Jahre entwickelte und von 1935 bis 1945 ihre Blütezeit erlebte. Auch heute noch gilt er als der populärste aller Jazzstile. Woran das liegt, soll hier geklärt werden.
Jazz war zwar schon immer im Grunde Unterhaltungsmusik, aber nicht immer auch leichte Kost für den Otto-Normal-Verbraucher. Die Komplexität des Bebop, die kühle Haltung des Cool Jazz oder die Freiheiten in der Improvisation des Free Jazz überfordern den ein oder anderen Hörer derartig, dass man heutzutage dazu neigt, diese anspruchsvollen Formen des Jazz sogar der E-Musik zuzuordnen. Beim Swing war und ist das anders. Die Popularität dieses Jazzstiles fußt nicht zuletzt in der vergleichsweise einfach verständlichen Spielart und im wirkungsvollen Auftreten der groß besetzten Big Bands. In der Swing-Ära entwickelte sich nicht ohne Grund eine ausgeprägte Tanzkultur.